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Sonntag, 16.12.2018
 
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Konzert / Archiv | Beitrag vom 06.12.2018

DSO Berlin live in der PhilharmonieEschenbach und Barto in Berlin

Moderation: Volker Michael

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Christoph Eschanbach sitzt im Publikumssaal des Konzerthauses Berlin (konzerthaus.de/Jonas Holthaus)
Der Dirigent Christoph Eschenbach (konzerthaus.de/Jonas Holthaus)

In letzter Zeit treten sie häufiger im Doppelpack auf - der Dirigent Christoph Eschenbach und der Pianist Tzimon Barto. An diesem Abend gastieren beide beim DSO Berlin mit Musik von Béla Bartók und Robert Schumann.

Seit vielen Jahren arbeiten sie regelmäßig zusammen, der Dirigent Christoph Eschenbach und der eine Generation jüngere US-amerikanische Pianist Tzimon Barto. Eschenbach muss ja wissen, was er an Barto zu schätzen hat, denn er war ja viele Jahrzehnte selbst als Pianist tätig. Der 1940 in Breslau geborene Künstler hat seine Karriere als Solist begonnen und begründet. In der laufenden Saison präsentieren Eschenbach und Barto beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin alle drei Klavierkonzerte von Béla Bartók. An diesem Abend in der Philharmonie Berlin steht das zweite Konzert auf dem Programm.

Typischer Bartók

Darin hat der Komponist nach eigenen Worten den Orchesterpart bewusst einfach gehalten und die Musik gefälliger geschrieben, nicht zuletzt weil der Neoklassizismus die Moderne verdrängt hatte. Bartók wollte sich damit bewusst vom vertrackten Stil seines ersten Klavierkonzerts und seiner bahnbrechenden Ballette und Musikdramen absetzen. Trotzdem ist auch dieses Werk in typischer Bartók, rhythmisch pulsierend und voller thematischer Fallstricke.

Der Pianist Tzimon Barto (Malcolm Yawn/DSO Berlin)Der Pianist Tzimon Barto (Malcolm Yawn/DSO Berlin)

Zeugnis einer Lebenskrise

Im zweiten Teil dirigiert Christoph Eschenbach die zweite Sinfonie C-Dur op. 61 von Robert Schumann. Romantik par excellence - als Kontrast zur virtuosen Moderne eines Béla Bartók, möchte man meinen. Doch Robert Schumann hat diese Sinfonie einer seiner schwersten Lebenskrisen abgerungen. Deshalb ist sie vielleicht seine modernste und schwierigste - auf jeden Fall hatten seine Zeitgenossen an dem Werk besonders viel auszusetzen. Der mit allen Musikepochen bestens vertraute Dirigent Christoph Eschenbach wird in der Aufführung mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zeigen, an welchen musikalischen Göttern sich Schumann seinerzeit aufgerichtet hat - an Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven vor allem.

Live aus der Philharmonie Berlin

Béla Bartók
Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur Sz 95

ca. 20.35 Uhr Konzertpause, darin: Julia Kaiser über ein Konzertprojekt des britischen Geigers Hugo Ticciati mit der Orchesterakademie des DSO Berlin, außerdem Christoph Eschenbach im Gespräch mit Volker Michael

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Tzimon Barto, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Christoph Eschenbach

Dolby Digital 5.0

Konzert

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