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Konzert / Archiv | Beitrag vom 10.05.2017

Dresdner Sinfoniker in RajasthanI EXIST – eine Spurensuche

Aufzeichnung aus dem Festspielhaus Hellerau Dresden

(Foto: Stephan Floß.)
Rajasthan in Hellerau (Foto: Stephan Floß.)

Ein Konzert als Reise und Spurensuche – Feldstudien im nordwestindischen Bundesstaat Rajasthan haben dieses Projekt begründet, das Musiker aus Europa und Indien zusammenbringt.

Uralte Erzählungen beschreiben die Herkunft der Roma aus der Region zwischen Delhi und der Grenze zu Pakistan. Die Sängerin, Geigerin und Schauspielerin Iva Bittová, in väterlicher Linie selbst eine Roma, beschäftigte sich auf einer Reise dorthin mit diesem Teil ihrer Herkunft. An ihrer Seite waren, neben anderen Kollegen, der Komponist Marc Sinan und Markus Rindt, Intendant der Dresdner Sinfoniker; am Ende ist aus ihrem Reisetagebuch ein szenisches Konzert entstanden, das den mythischen Verwurzelungen des heute in weiten Teilen der Welt verbreiteten Volkes nachgeht.

Die Dresdner Sinfoniker sind ein Projektorchester für zeitgenössische Musik. Mit Marc Sinan, der den Hellerauer Abend auch dirigiert, arbeiten sie seit 2011 zusammen. Ihre multimedialen, szenischen Konzerte, bei denen neben dem klassischen Instrumentarium auch traditionelle Instrumente zum Einsatz kommen, sind beim Publikum wie bei der Kritik sehr erfolgreich. Ihr Ziel dabei ist nicht zuletzt, den Begriff "Weltmusik" neu zu denken und ein Lob der Differenzen anzustimmen – um der Gemeinsamkeiten willen.

Festspielhaus Hellerau
Aufzeichnung vom 31. März 2017

Marc Sinan
"I EXIST - nach Rajasthan"
Szenisches Konzert
Eine Reise zu den Ursprüngen eines Volkes

Iva Bittová, Violine, Gesang
Raju Bhopa, Gesang
Dayam Khan, Harmonium, Gesang
Papamir, Dholak, Gesang

Dresdner Sinfoniker
Leitung: Marc Sinan

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