Dokumente zu Buchhandlungspreis wecken Zweifel an Aussagen von Kulturstaatsminister Weimer

    Blick auf das Schaufenster des Buchladens Rote Straße in Göttingen
    Weimer hatte den Göttinger Buchladen und zwei weitere von der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises ausgeschlossen. © Stefan Rampfel / dpa / Stefan Rampfel
    Im März hatte Kulturstaatsminister Weimer drei Preisträger des Deutschen Buchhandlungspreises von der Liste gestrichen – wegen angeblicher extremistischer Umtriebe. Interne Dokumente, die dem Medienportal "t-online" vorliegen, legen nun nahe, dass vage Hinweise auf eine politische Ausrichtung der drei Buchläden ausreichten, um das Bundesamt für Verfassungsschutz einzuschalten. Außerdem wecken sie "t-online" zufolge Zweifel daran, ob Weimer die Öffentlichkeit korrekt über die Abläufe informierte. Weimer hatte in einem "Zeit"-Interview erklärt, dass "Fachbeamte" seiner Behörde in den drei Fällen "grundsätzliche Zweifel an der Preiswürdigkeit" gehabt hätten. In den Akten finden sich derlei Bedenken nicht. Im Gegenteil: Demnach sah die Fachabteilung im Oktober 2025 zunächst vor, alle 118 von der Jury vorgeschlagenen Buchhandlungen auszuzeichnen.