Dokumente zu Buchhandlungspreis wecken Zweifel an Aussagen von Kulturstaatsminister Weimer

Im März hatte Kulturstaatsminister Weimer drei Preisträger des Deutschen Buchhandlungspreises von der Liste gestrichen – wegen angeblicher extremistischer Umtriebe. Interne Dokumente, die dem Medienportal "t-online" vorliegen, legen nun nahe, dass vage Hinweise auf eine politische Ausrichtung der drei Buchläden ausreichten, um das Bundesamt für Verfassungsschutz einzuschalten. Außerdem wecken sie "t-online" zufolge Zweifel daran, ob Weimer die Öffentlichkeit korrekt über die Abläufe informierte. Weimer hatte in einem "Zeit"-Interview erklärt, dass "Fachbeamte" seiner Behörde in den drei Fällen "grundsätzliche Zweifel an der Preiswürdigkeit" gehabt hätten. In den Akten finden sich derlei Bedenken nicht. Im Gegenteil: Demnach sah die Fachabteilung im Oktober 2025 zunächst vor, alle 118 von der Jury vorgeschlagenen Buchhandlungen auszuzeichnen.