documenta-Geschäftsführer unterstreicht die Wichtigkeit der Kunstfreiheit

    Hessen, Hamburg: Der Kulturmanager Andreas Hoffmann. Hoffmann wird Geschäftsführer der documenta in Kassel.
    Andreas Hoffmann wird Geschäftsführer der documenta © Götz Wrage/documenta und Museum Fridericianum gGmbH/dpa
    Nach dem erneuten Antisemitismus-Streit um die documenta in Kassel sieht sich die Leitung der Weltkunstschau vor großen Herausforderungen. Einerseits müsse es gelingen, Instrumente für einen klaren Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und jeder Form von gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit zu finden, sagte der Geschäftsführer der documenta, Andreas Hoffmann, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Andererseits müsse auch deutlich sein, dass die Kunstfreiheit weiterhin gelte und dass die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler der documenta in der alleinigen Verantwortung der künstlerischen Leitung liege, so Hoffmann. Es sei von zentraler Bedeutung, dass kategorisch ausgeschlossen würde, dass künstlerische Programme einer vorherigen staatlichen Kontrolle unterworfen seien. Bereits die documenta im vergangenen Jahr war von einem Antisemitismus-Eklat überschattet worden. Nach erneuten Vorwürfen gegen ein Mitglied war vergangene Woche die gesamte Findungskommission für die künstlerische Leitung der 16. Ausgabe der Kunstausstellung für 2027 zurückgetreten.