DNA führt zum Urpsrung germanischer Sprachen

Germanische Sprachen wie Deutsch und Englisch haben einen gemeinsamen Vorläufer - aber wann und wo der in Nordwesteuropa Fuß gefasst hat, ist bisher umstritten. Ein internationales Forschungsteam hat nun versucht, das Rätsel über DNA zu lösen. Verglichen wurde das Erbgut von 700 Menschen aus der Vergangenheit mit bereits veröffentlichten Daten von rund 4.000 weiteren Menschen. Das Ergebnis: Vor 4.000 Jahren könnte eine vermutlich aus dem Baltikum stammende Gruppe in Schweden angekommen sein. Von dort verbreitete sie sich auch in Richtung Deutschland. Sollte die These stimmen, hätten sich die germanischen Sprachen erst 800 Jahre später in Nordeuropa verbreitet als bisher angenommen. Weil das Erbgut nichts über die gesprochenen Sprachen aussagt, verbinden die Forschenden verbinden ihre Ergebnisse mit Erkenntnissen aus der Sprachwissenschaft und Archäologie.