Dirigent Zubin Mehta sagt aus Protest Konzerte mit Israelischen Philharmonikern ab

    Zubin Mehta dirigiert ein Sinfoniekonzert im Chongqing Grand Theater im Südwesten Chinas.
    Musik und Politik lassen sich für ihn nicht voneinander trennen, so Zubin Mehta. © imago images / Xinhua / Yang Shiyan
    Der indische Dirigent Zubin Mehta hat aus Protest gegen die Politik der israelischen Regierung alle geplanten Konzerte mit den Israelischen Philharmonikern abgesagt. Das berichtet die österreichische Zeitung "Kurier". Mit seiner Entscheidung wolle er seinen Widerspruch gegen den Umgang von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit der Palästinenserfrage zum Ausdruck bringen, so der 89-Jährige. Mehta ist seit Jahrzehnten eng mit den Israelischen Philharmonikern verbunden. Er habe rund 50 Jahre mit dem Orchester gearbeitet und dabei nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich viel gelernt, erklärte der Künstler. Musik und Politik ließen sich für ihn jedoch nicht voneinander trennen. Andere Künstler entschieden sich zwar bewusst dafür, politische Fragen auszublenden, er selbst könne diesen Weg jedoch nicht gehen.