"Diplomatie der Schönheit"- Russland bei der Biennale Venedig

    Der Russische Pavillon auf der 59. Kunstbiennale in Venedig bleibt geschlossen.
    Der Russische Pavillon © IMAGO/Manfred Segerer
    Die Kunstbiennale in Venedig verteidigt ihre Entscheidung, dass erstmals seit Jahren Russland wieder dabei ist. So solle eine Art kulturelle Waffenruhe in einer von Konflikten geprägten Welt ermöglicht werden, so ihr Präsident Buttafuco. In der Tageszeitung "La Repubblica" sprach er von einer "Diplomatie der Schönheit", die der besonderen Geschichte Venedigs entspreche. Die Lagunenstadt sei seit jeher ein Ort, an dem sich Völker begegneten. Die Biennale habe daher auch eine Art außenpolitische Rolle. Russland hat seit 1914 einen eigenen Pavillon in den Giardini und war seit 2022 nicht dabei. Italiens Kulturminister Giuli hatte die Teilnahme Russlands kritisiert und betont, das sei eine alleinige Entscheidung der Biennale. Das Festival beginnt am 9. Mai und geht bis Ende November.