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Kompressor | Beitrag vom 06.09.2019

Digitalkunst-Festival Ars Electronica in Linz"Über die soziale Kolonisierung des elektronischen Raums"

Moderation: Gesa Ufer

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Das Foto zeigt ein Kunstwerk auf der Ars Electronica: Es besteht unter anderem aus senkrecht aufgestellten, hell erleuchteten Neonröhren in einem dunklen Raum. Die Röhren sind durch eine technsiche Konstruktion miteinander verbunden. (Ars Electronica / vog photo)
Eine robotische Lichtskulptur des australischen Künstlers Michael Candy mit dem Titel "CRYPTID" beim Festival "Ars Electronica", 2019, in Linz  (Ars Electronica / vog photo)

Sie übersetzen menschliche Erfahrungen in Robotik und Technik – und treffen sich seit 40 Jahren auf der Ars Electronica in Linz. Beim dortigen Festival der Digitalkunst haben wir mit Künstlerinnen und Künstlern gesprochen und dem Sound ihrer Werken gelauscht.

1979 begann in Linz die Zukunft. Das Festival Ars Electronica brachte digitale Kunst und Musik in die oberösterreichische Stadt. Und der "menschenfreundliche Roboter" Spa 12 begrüßte die ersten Gäste.

Heute, 40 Jahre später, feiert die Ars Electronica nicht nur ihren Status als wichtigstes Festival für Medienkunst weltweit, sondern sie forscht kritisch nach, wie Künstliche Intelligenz oder Biotechnologie unsere Gesellschaft verändern werden.

Gerfried Stocker, Leiter der Ars-Electronica, bringt die 40-Jährige Geschichte des Festivals wie folgt auf den Punkt:

"Diese 40 Jahre sind ja nicht nur unsere Geschichte, sondern sie sind eigentlich die Geschichte der sozialen Kolonisierung des elektronischen Raums. Damals hat es mit den ersten Desktop Computern - mit dem Personal Computer, dem PC - begonnen. Mittlerweile ist es so, dass wir wirklich dort angelangt sind, wo die Visionäre vor 40 Jahren eigentlich erwartet haben, dass sich die Welt dorthin entwickeln wird."

"Out oft he Box – Midlife Crisis of the Digital Revolution" lautet das Motto im Jubiläumsjahr.

Ein Mann steht mit Atemmaske vor einer futuristischen Wandinstallation in einem weißen Raum. Es handelt sich um ein Kunstwerk des russischen Künstlers Dmitry Morozov mit dem Titel "Last Breath". (Ars Electronica / Anna Kortyukova)"Last Breath" – eine Arbeit des russischen Künstlers Dmitry Morozov auf dem Festival "Ars Electronica" in Linz in Österreich (Ars Electronica / Anna Kortyukova)
Der Kompressor hat sich ins Eröffnungsgetümmel gestürzt und mit Künstlern, Kuratoren, Visionären und Pionieren gesprochen:

- Mit Charlotte Jarvis, die an der Erzeugung weiblichen Spermas arbeitet.
- Mit Peter Kutin, der mit seinen Klanginstallationen rauschartige Erfahrungen ermöglicht.
- Mit Volkmar Klien, der die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf musikalische Komposition erforscht.
- Mit Kalina Bertin, die in einer Virtual Reality Installation die Krankheit bipolare Störung körperlich erfahrbar macht.
- Und mit dem Leiter des Festivals, Gerfried Stocker, sowie dem Science-Fiction-Autor Herbert W. Franke, der die Ars Electronica vor 40 Jahren mitgegründet hat.

Ein Roboterarm in einer farbigen Lichtatmosphäre auf der Gala des "Ars Electronica"-Festivals (Ars Electronica / vog photo)Ein Roboterarm in einer farbigen Lichtatmosphäre auf der Gala des "Ars Electronica"-Festivals (Ars Electronica / vog photo)

Die Sendung aus der Postcity in Linz von der 40. Ars Electronica wurde am Donnerstag, den 5.9. 2019, ab 21.30 Uhr aufgezeichnet. 

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