Die Spielwarenmesse in Nürnberg trotzt dem digitalen Zeitalter

    Brettspiele in einem Regal
    Besonders bei Erwachsenenspielen meldet die Branche Zuwächse. © IMAGO / biky / IMAGO / marco stepniak
    Nürnberg richtet mit der Spielwarenmesse wieder das größte Branchentreffen der Welt aus. In den kommenden Tagen präsentieren sich mehr als 2.000 Aussteller aus fast 70 Ländern. Viele Neuheiten richten sich direkt an Erwachsene. Hier seien die Wachstumsraten deutlich größer als in den anderen Segmenten der Branche, sagte der Vorstandssprecher der Spielwarenmesse, Christian Ulrich. In vielen Bereichen machten Erwachsene schon 30 Prozent der Umsätze aus. Gefragt seien vor allem Brettspiele, Actionfiguren zum Sammeln oder Produkte für die kreative Beschäftigung. Das Durchschnittsalter der Spielenden liege bei 37 Jahren, spezifizierte der Spiele-Wissenschaftler Jens Junge im Deutschlandfunk Kultur. Er erklärt sich den Erfolg damit, dass das gemeinsame Spielen eine Art digitales Detox sein kann. Viele wollten auch mal "rauskommen aus der digitalen Welt und nicht nur verbunden sein mit irgendwelchen Bildschirmen". Es geht laut Junge darum, echte Menschen zu spüren, Gestik und Mimik wahrzunehmen und "die ehrliche, direkte Emotionalität des Spiels am Tisch zu erleben".