Die Schweiz reicht eine Gaza-Doku für den Auslands-Oscar ein

    Der Regisseur Nicolas Wadimoff, Gewinner des "Prix de Soleure" mit "Qui vit encore", 2. rechts, der Produzent Philippe Coeytaux, links, die Protagonistin Haneen Harara, 2. links, waehrend der Preisverleihung der 61. Solothurner Filmtage.
    Bei den 61. Solothurner Filmtagen gewann der Film im Januar 2026 den "Prix de Soleure". © picture alliance / KEYSTONE / ANTHONY ANEX
    Die Schweiz reicht in diesem Jahr einen dokumentarischen Film über den Gaza-Krieg für das Rennen um den Auslands-Oscar ein. Das gab das Bundesamt für Kultur in Bern bekannt. In dem Streifen "Qui vit encore" - zu Deutsch "Wer lebt noch" - lässt Filmemacher Nicolas Wadimoff neun Geflüchtete aus dem Gazastreifen vor einem abstrakten schwarzen Hintergrund ihre Geschichten erzählen. Für die Auswahljury der Schweiz ist es ein Film, "der direkt die Gefühle von Verlust, Entwurzelung und Zugehörigkeit anspricht, die alle Beteiligten teilen". Im Januar hatte die Doku bei den Solothurner Filmtagen den mit umgerechnet 64.000 Euro höchstdotierten Filmpreis der Schweiz gewonnen. Mitte Dezember wird die Oscar-Shortlist für 2027 bekanntgegeben. Im Januar steht dann fest, welche fünf Werke in der Kategorie für den besten internationalen Film nominiert sind. Die Preisverleihung findet am 14. März statt.