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Alte Musik / Archiv | Beitrag vom 12.08.2020

Die Psalmensammlung des Kaufmanns Burckhard Großman16 Mal Gott gedankt

Von Bernhard Schrammek

Etliche Kerzen brennen bei leichter Zugluft in einer Kirche. (imago images / Peter Langer)
Brennende Kerzen in einer Kirche. (imago images / Peter Langer)

Der Grund, warum der Kaufmann Großman insgesamt 16 Komponisten mit der Vertonung des 116. Psalms, dem Dank für Errettung, beauftragte, liegt im Dunkel der Geschichte. Seine Sammlung ließ er opulent drucken - darunter auch die Vertonung von Heinrich Schütz.

Im Jahre 1616 bat der in Jena lebende Kaufmann Burckhard Großman insgesamt 16 Komponisten um Vertonungen des 116. Psalms. Der beinhaltet den Dank und das Gelübde eines Erretteten: "Mich umfingen die Fesseln des Todes, / mich befielen die Ängste der Unterwelt, / mich trafen Bedrängnis und Kummer." 

Wertvolle Drucklegung

Er veröffentlichte die auf diese Weise zusammengekommenen Werke sieben Jahre später in einem opulenten Druck. Die Gründe, die ihn bewogen, ein solch aufwändiges und langwieriges Projekt zu starten, liegen weitgehend im Dunkeln.

Gleichwohl entstand eine einzigartige Sammlung mit hochklassigen, sehr unterschiedlichen Vertonungen ein und desselben Textes. Unter den Komponisten finden sich so bekannte Persönlichkeiten wie Johann Hermann Schein, Michael Praetorius und Heinrich Schütz, aber auch heute eher unbekanntere Kantoren wie Nicolaus Erich.

Historische Zeichnung eines Mannes mit Oberlippenbart und Spitzbart. (picture alliance/dpa - imageBROKER)Historische Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert, Portrait von Heinrich oder Henrich Schütz. (picture alliance/dpa - imageBROKER)

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