Die Präsidentin des Filmfestivals in Cannes will der KI im Kino Grenzen setzen

    Iris Knobloch, Präsidentin des Filmfestivals von Cannes, rechts, und Thierry Fremaux, Generaldirektor des Filmfestivals von Cannes, posieren nach einer Pressekonferenz zur Bekanntgabe des Programms des Internationalen Filmfestivals von Cannes.
    Iris Knobloch, die Präsidentin des Filmfestivals von Cannes und Thierry Fremaux, der Generaldirektor des Festivals, bei der Bekanntgabe des Programms. © Thibault Camus / AP / dpa
    Bei der Vorstellung der Filme im Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes hat Festivalpräsidentin Iris Knobloch klar Stellung zum Einfluss von künstlicher Intelligenz bezogen. Man wolle sich von KI nicht „Gesetze diktieren lassen“, sondern KI im Kino Grenzen setzen, so Knobloch. Es brauche kreative Freiheit für Menschen, nicht für Maschinen. Die Festivalpräsidentin von Cannes betonte, dass KI längst in Studios und Schnittplätzen angekommen sei. Trotzdem solle sie nicht bestimmen, wie Filme entstehen. Auslöser für die Debatte sind auch konkrete Fälle. Ein KI-Video mit Tom Cruise und Brad Pitt hatte zuletzt Empörung ausgelöst. Auch Hollywood-Studios sprechen von massiven Urheberrechtsverletzungen. In Frankreich hatten im Februar tausende Filmschaffende gegen den Einsatz von KI protestiert. Festivalpräsidentin Iris Knobloch stellte in Cannes auch die 21 Filme vor, die vom 12. bis 23. Mai am Wettbewerb teilnehmen. Unter anderen konkurrieren der iranische Filmemacher Asghar Farhadi, der Spanier Pedro Almodóvar und der russische Regisseur Andrei Swjaginzew mit ihren Filmen um die Goldene Palme. Auch die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach ist mit ihrem Film "Das geträumte Abenteuer" im Wettbewerb.