Die Nashorn-Mafia

Breitmaulnashörner leben in Südafrika gefährlich. © Leonie March
Von Leonie March · 26.02.2012
Alle 20 Stunden wird in Südafrika ein Nashorn von Wilderern erschossen. Ein Horn ist mittlerweile wertvoller als Gold. Der illegale Handel floriert.
Internationale Kartelle werben in Südafrika Männer an, die die Tiere erlegen, schmuggeln die Hörner außer Landes und verkaufen sie in asiatischen Ländern wie Vietnam. Dort gilt das Pulver aus den Hörnern als Wundermittel - zum Beispiel gegen Krebs oder zur Potenzsteigerung.

Die steigende Nachfrage führte dazu, dass die Zahl der gewilderten Nashörner im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand stieg. Obwohl die Regierung und die Nationalparkverwaltungen alles versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen, wurden in Südafrika im vergangenen Jahr 448 Nashörner getötet - ein trauriger Rekord.

Leonie March hat Ranger einer Anti-Wilderer-Einheit bei ihrer täglichen Patrouille begleitet.

Leonie March: "Fast ein Jahr habe ich immer wieder versucht, die Nationalparkbehörden zu überreden, mich mitzunehmen auf ihre Patrouillen. Schließlich hat es geklappt. Für mich sind die Männer, die gegen die übermächtigen Kartelle kämpfen, echte Helden!"

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Ranger der Anti-Wilderer-Einheit im Hluhluwe-Imfolozi Nationalpark. (NUR FÜR REPORTAGE!)
Ranger einer Anti-Wilderer-Einheit.© Leonie March
Leonie March
Leonie March© privat