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Alte Musik / Archiv | Beitrag vom 15.04.2020

Die Musiksammlung des Mainzer Domvikars Franz Schilling - Klingendes Beutegut (1/2)Fromm bis frivol

Von Stefan Menzel

Schatten der Fensterarchitektur auf dem Boden und den Wänden des Kreuzganges. (imago images / Design Pics / Peter Langer)
Im Kreuzgang neben dem Dom wandelte einst Domvikar Franz Schilling, der ein leidenschaftlicher Musiksammler war. (imago images / Design Pics / Peter Langer)

Verschleppt, vergessen, wiederentdeckt: In Schweden fand man die wertvolle und enorm abwechslungsreiche Musiksammlung des Mainzer Domvikars Franz Schilling aus dem 16. Jahrhundert. Nicht nur Kirchliches findet sich darin, auch derbe wie erotische Gesänge.

Durch Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg, napoleonische Besatzung und schweres Bombardement im zweiten Weltkrieg ging ein Großteil der Quellen zur Musikgeschichte von Mainz verloren.

Schmerzlich ist insbesondere der Verlust älterer Notenbestände, war die Stadt doch seit der Römerzeit ein Zentrum der Kirchenmusikpflege. Nun lässt sich jedoch etwas Licht ins Dunkel bringen, denn aus Beständen der Universitätsbibliothek Uppsala konnte unlängst eine größere Sammlung Mainzer Figuralmusik rekonstruiert werden.

Bücher gesucht

Die Sammlung erbeutete einst der Schwedenkönig Gustav Adolf 1631, der gezielt Bibliotheken nach Schätzen durchsuchen ließ, um wertvolle Stücke zu beschlagnahmen, darunter auch die umfangreiche Musiksammlung des Mainzer Domvikars Franz Schilling. 

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