Die litauische Komponistin Onutė Narbutaitė

    Rekonstruktion des Verlorenen

    56:29 Minuten
    Onutė Narbutaitė auf der Bühne, mit ihren Händen eine Raute bildend.
    Die litauische Komponistin Onutė Narbutaitė wurde 1997 mit dem litauischen Kunst- und Kulturpreis geehrt. © Onutė Narbutaitė / Tomas Terekas
    Von Ramunė Kazlauskaitė · 06.07.2021
    Wie ein musikalischer Essay wirkt die Musik von Onutė Narbutaitė. Die litauische Komponistin folgt der Geschichte ihrer Heimatstadt Vilnius und verwebt die ebenso reichhaltigen wie heterogenen musikalischen Quellen und Idiome.
    In Litauen ist Onutė Narbutaitė eine Institution und hat insbesondere auf die jüngere Komponistengeneration prägend gewirkt.
    Vor allem der multikulturelle Charme ist es, den Onutė Narbutaitė an ihrer Heimatstadt Vilnius liebt. Schon die historischen Quellen kennen das Mit- und Nebeneinander von Latein, Polnisch, Jiddisch, Hebräisch, Litauisch mit ihren jeweils verschiedenen kulturellen Traditionen. Vieles von dem findet einen Weg in die Musik von Onutė Narbutaitė.

    Spuren der Geschichte

    Es ist das Heterogene, das sie in ihrem Kompositionen zu vermitteln versteht. Ihre Herangehensweise hat durchaus etwas von einer wissenschaftlichen Arbeit. Zur Vorbereitung wird nicht nur bestimmte Literatur gesucht. Onutė Narbutaitė interessiert sich immer für einen breiteren historischen und kunstgeschichtlichen Kontext, um nach gründlichen Recherchen eine fundierte Sicht auf ihr jeweiliges musikalisches Thema zu finden.
    Dabei entsteht eine sehr persönliche Musik, die durch Erinnerung versucht, das Verlorene noch einmal erstrahlen zu lassen.

    Wie ein musikalischer Essay
    Die litauische Komponistin Onutė Narbutaitė
    Von Ramunė Kazlauskaitė

    Sprecher: Barbara Becker, Thomas Holländer

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