Die Hoffnung stirbt zuerst
Seit dem Sturz des Diktators Siad Barre vor 15 Jahren gibt es in Somalia keine funktionierende Zentralregierung mehr. In den vergangenen Monaten hat sich der Konflikt zwischen Regierungstruppen und islamistischen Milizen verschärft. Die Islamisten, die im Juni die Hauptstadt Mogadischu erobert haben, werden von Teilen der Bevölkerung unterstützt.
Sie wollen ein an der Scharia orientiertes System durchsetzen, dem sich die Mehrheit der Somalis aber nicht unterwerfen will. Außerdem gibt es Befürchtungen, dass Somalia zu einem Ausbildungszentrum des E-Kaida-Netzwerkes werden könnte oder schon geworden ist. UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die Nachbarstaaten des Landes dringend ermahnt, sich aus dem Konflikt herauszuhalten. Es gilt aber als sicher, dass mindestens sieben Länder die Islamisten in ihrem Kampf gegen die geschwächte Übergangsregierung mit Waffen unterstützen.
