Seit 21:30 Uhr Alte Musik

Mittwoch, 13.11.2019
 
Seit 21:30 Uhr Alte Musik

Sein und Streit | Beitrag vom 13.09.2015

Die ganze SendungÜber die Wirkung medialer Bilder

Moderation: Thorsten Jantschek

Podcast abonnieren
Eine Litfasssäule mit abgerissenen Plakaten und dem Foto von einem Gesicht eines Models  (imago/Steinach)
"Sein und Streit"-Gast Valentin Groebner beschäftigt sich mit der bis ins Mittelalter zurückreichenden Geschichte medialer Bilder. (imago/Steinach)

Von der Tradition und Wirkung medialer Bilder erzählt der Geschichtswissenschaftler Valentin Groebner in "Sein und Streit". Außerdem geht es um den aktuellen Gebrauch des Begriffs Zensur und eine große Frage: Woher kommen die Gedanken in unserem Kopf?


Der Historiker Valentin Groebner im Gespräch

"Irgendwann in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts fiel mir auf, dass ich von Bildern von Gesichtern umgeben war, die 'Ich' sagten". So beginnt das Buch von Valentin Groebner. Er ist Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Große Augen, lächelnde Münder, glatte Haut – diese digital bearbeiteten Gesichter stehen für Identität, für Intimität, dienen als Projektionsfläche und nehmen Kontakt zum Betrachter auf. Sie suggerieren ein Ich. Solche Bilder haben eine lange Tradition. Thorsten Jantschek spricht mit Valentin Groebner über die Wirkung medialer Bilder und ihre bis ins Mittelalter zurückreichende Geschichte.

"Ich-Plakate – Eine Geschichte des Gesichts als Aufmerksamkeitsmaschine" von Valentin Groebner
Fischer Verlag, Frankfurt 2015
208 Seiten, 22,99 Euro

Außerdem in der Sendung:

Im philosophischen Wochenkommentar geht es um die Zusammenhänge, in denen das Wort Zensur in heutiger Zeit auftaucht.

Georges Didi-Huberman wurde am 11. September mit dem ausgezeichnet. Unser Autor Mario Scalla war bei der Preisverleihung dabei und stellt Georges Didi-Huberman in seinem Beitrag im Porträt vor.

Kleine Leute, große Fragen: Regina Voss hat in dieser Woche Kinder gefragt:

Und unsere drei Fragen  

Mehr zum Thema

Die ganze Sendung - Klimaethik, Unendlichkeit und Bilder der Flucht
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 06.09.2015)

Die ganze Sendung - Luxus ist eine Trotzerfahrung
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 30.08.2015)

Die ganze Sendung - Zeit, Langeweile und Hysterie
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 23.08.2015)

Religionen

Pogromnacht 1938Der Lehrer wirft den ersten Stein
Familienfoto mit Vater, Mutter und drei Kindern in schwarz-weiß (privat)

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fallen Nationalsozialisten über jüdische Geschäfte und Wohnungen, Schulen und Synagogen her – und ermorden hunderte Juden. Mirjam Pollin war damals 13, heute gehört sie zu den letzten lebenden Zeugen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur