Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Mittwoch, 16.10.2019
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Wortwechsel | Beitrag vom 13.09.2019

Die EU und die MachtfrageDie Welt wartet nicht auf Europa

Moderation: Annette Riedel

Beitrag hören Podcast abonnieren
Statue der "Europa" vor dem Europaparlament in Brüssel. (dpa/ Daniel Kalker)
Eine souveräne, kraftvolle EU darf nicht zu reiner Symbolik erstarren. (dpa/ Daniel Kalker)

Eine souveräne, kraftvolle EU, die in einer kriselnden Welt Handelnde und nicht Getriebene ist - das wünschen sich Deutschland und Frankreich. Um auf Augenhöhe mit den USA und China zu agieren, müssten die Europäer allerdings mehr Einigkeit zeigen.

Angesichts internationaler Konflikte und transatlantischer Unstimmigkeiten muss die EU stärker werden, international einflussreicher und autonomer, wenn es um die eigene Sicherheit geht. Gelingt das nicht, geraten die Europäer auf der internationalen Bühne in die Rolle der Komparsen.

Europa wird eine "treibende Kraft für Multilateralismus und eine regelbasierte Weltordnung bleiben", heißt es in der neuen strategischen Agenda 2019–2024 der Union. Dazu gehöre, dass die EU selbstbewusster und wirksamer ihre Interessen in der Welt vertrete. Wirtschaftlich. Politisch. In Sicherheitsfragen. Vor allem gegenüber den Großmächten USA, Russland, China.

Kann die EU Supermacht? Will die EU Supermacht?

Dafür aber müssten die EU-Länder deutlich geschlossener auftreten. Abgesehen davon, dass es um den Zusammenhalt bekanntlich nicht immer zum Besten steht, stellt sich damit auch die Machtfrage.

Muss, kann und soll die EU weltmachtfähig sein? Und was bedeutet das konkret? Eine europäische Armee? Ein europäischer Flugzeugträger? Ein europäischer Sicherheitsrat?

Oder tut die Union nicht doch besser daran, alle Anstrengungen darauf zu konzentrieren, die innovationsstarke Handelsmacht zu bleiben, die sie (noch) ist?

Und: Wie werden sich die Dinge entwickeln, wenn die Briten nicht mehr zur EU gehören?

Darüber diskutieren:

Nils Schmidt, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Stephan Liebich, DIE LINKE, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion 
Claudia Major, Stiftung Wissenschaft und Politik
Brent Goff, US-Journalist, Deutsche Welle

Dieser "Wortwechsel" wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Berlin bei einer öffentlichen Veranstaltung im Haus der Poesie in der Berliner Kulturbrauerei aufgezeichnet.

Wortwechsel

Debatte um HeimatVerbindendes Element oder Kampfbegriff?
Peter und Gerda Steiner in Tracht stoßen mit Roberto Blanco an. (imago)

Was meinen wir, wenn wir "Heimat" sagen? Deutschland, Europa oder nur die eigene Nachbarschaft? Ist Heimat vor allem Erinnerung an vermeintlich bessere Zeiten? Was wird daraus, wenn Migrantinnen und Migranten kommen, die ihre eigene Heimat mitbringen?Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur