Die Berliner Blödelbarden

Die Mitglieder des in den 70-er Jahren erfolgreichen Blödel-Quartetts "Insterburg & Co": Jürgen Barz, Ingo Insterburg, Peter Ehlebracht und Karl Dall (von oben nach unten) © picture alliance / dpa / Alberti-Concert-Büro
Vorgestellt von Ralf bei der Kellen · 02.10.2011
Mit ihrem musikalischen Klamauk prägten sie in den 70er-Jahren den deutschen Humor. Und da sie alle in Berlin ansässig waren, waren sie natürlich Stammgäste im RIAS. Sie – damit sind die "Berliner Blödelbarden" gemeint, ein Name, der ihnen von Presse und Plattenfirma um der besseren Vermarktung willen gegeben wurde.
Sie selbst hörten ihn nicht gern, denn sie fühlten sich eher zur "Liedermacherszene" gehörig, die ab Mitte der 60er-Jahre im studentischen Milieu entstand. Ihr Herz gehörte dem musikalischen Kabarett.

Während die einen sich der anarchistischen Kalauerei widmeten ("Insterburg & Co."), setzten die anderen auf ein hohes sprachliches Niveau (Schobert und Black und Roski). Hinter beidem verbargen sich oft gesellschaftskritische Inhalte. Zu ihren Hochzeiten in den 70er Jahren waren ihre Konzerte oft Monate im Voraus ausverkauft. Hören Sie aus den RIAS-Archiven Klassisches und Experimentelles von den "Berliner Blödelbarden" – ein Phänomen der 60er-, 70er- und 80er-Jahre, das heute so nicht mehr wiederholbar ist.