Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Samstag, 25.01.2020
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 05.03.2019

Diana Kinnert über Macrons Europa-AufrufSchlau gemacht!

Moderation: Korbinian Frenzel

Beitrag hören Podcast abonnieren
Frankreichs Präsident Macron spricht im Parlament. (dpa/Picture Alliance/ Charles Platiau)
Der französische Präsident Macron: Noch nie war Europa so wichtig. (dpa/Picture Alliance/ Charles Platiau)

Der französische Präsident Macron hat sich erneut an die Bürger Europas gewandt. Mit einem Beitrag für Zeitungen in allen 28 EU-Staaten wirbt er für Reformen. Die CDU-Politikerin Diana Kinnert begrüßt die Initiative.

Drei Monate vor der Europawahl hat sich Frankreichs Präsident Macron an die Bürger der Europäischen Union gewandt. "Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg war Europa so wichtig. Und doch war Europa noch nie in so großer Gefahr", schrieb er in einem Text, der am Dienstag gleichzeitig in Tageszeitungen in allen 28 Mitgliedsländern der EU erschienen ist. Macron schlägt darin einen Aktionsplan vor, mit dem die Europäische Union tiefgreifend reformiert werden soll.

Für die junge CDU-Politikerin und Unternehmerin Diana Kinnert ist der Ton von Macrons Ausführungen "etwas pathetisch". Aber der "Aufschlag" sei schlau, sagte sie im Deutschlandfunk Kultur. Die einzelnen EU-Länder schickten zunehmend Vertreter nach Brüssel, "deren Perspektive weniger ein starkes gemeinsames Europa ist, sondern die starke Rolle des eigenen Landes in der EU", kritisierte sie.

"Wir brauchen ein besseres Europa"

Zu Macrons Sendungsbewusstsein sagte Kinnert, man müsse in der EU sehr aufpassen, inwieweit man einen Führungsanspruch geltend mache und "werte-imperialistisch" unterwegs sei. Das habe man schon bei der deutschen Austeritätspolitik gegenüber Griechenland gesehen. Aber dazu einzuladen, gemeinsam an etwas Größerem zu arbeiten, sei gut.

"Wir brauchen ein besseres Europa", sagte Kinnert. Europa müsse beweglicher und effizienter werden: "Dann ist die Output-Legitimation auch eine bessere." Dafür brauche man Plattformen, betonte Kinnert. Wenn man immer nur Sonntagsreden halte, gebe es keine richtige Begegnungs- oder Arbeitsstruktur, auf der man dann weiterarbeiten könne.

(ahe)


Die ganze Sendung mit Diana Kinnert hören Sie hier:

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur