Seit 00:55 Uhr Chor der Woche

Mittwoch, 01.04.2020
 
Seit 00:55 Uhr Chor der Woche

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 15.01.2016

Deutschland zum Jahresbeginn 2016Das Ende der Willkommenskultur?

Moderation Monika van Bebber

Podcast abonnieren
Eine Frau und ein Mann mit einem Regenschirm mit der Aufschrift "Refugees welcome" nehmen in der Innenstadt in Hamburg an einer Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen teil. (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)
Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen in Hamburg: Sind strengere Gesetze nötig? Brauchen wir Obergrenzen bei der Einwanderung? (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)

Nach den Übergriffen an Silvester in Köln, Hamburg und anderen Städten kippt die Stimmung in Deutschland – meinen unisono der frühere Verfassungsgerichts-Präsident Papier und die New York Times. Sind wir am Neujahrsmorgen in einem anderen Land aufgewacht?

In aller Eile bereitet die Bundesregierung schärfere Gesetze gegen kriminelle Ausländer und Asylbewerber vor. Und die Gesellschaft diskutiert über rechtsfreie Räume, muslimische Frauenbilder und angebliches Vertuschen der Herkunft von Tätern durch Behörden und Medien. Mancherorts patrouillieren selbsternannte Bürgerwehren, werden fremdländisch aussehende Menschen gezielt angegriffen.

Sind wir am Neujahrsmorgen in einem anderen Land aufgewacht?
Nähert sich die deutsche Willkommenskultur ihrem Ende?
Waren wir blauäugig beim Öffnen unserer Grenzen für hunderttausende Schutzsuchende?
Hat in Köln und anderswo der Staat beim Schutz seiner Bürger versagt? 
Sind strengere Gesetze nötig, und was bringen sie? 
Brauchen wir Obergrenzen bei der Einwanderung? 
Schlägt jetzt die Stunde der Populisten – oder besteht nun die Chance auf mehr Ehrlichkeit bei der Debatte über Migration und Integration?

Darüber diskutieren im Wortwechsel auf Deutschlandradio Kultur:

Stephan Mayer (CSU), Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag
Sevim Dağdelen (Linke), Beauftragte für Migration und Integration der Fraktion Die Linke im Bundestag
Prof. Jürgen Friedrichs, Soziologe, Universität Köln
Stephan Detjen, Leiter Hauptstadtstudio Deutschlandradio

Moderation: Monika van Bebber

 

Mehr zum Thema

Absage an Residenzpflicht - "Das Etikett Ghetto bleibt nicht folgenlos"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 13.01.2016)

Aus den Feuilletons - Wurde der Dom als Kulisse gewählt?
(Deutschlandradio Kultur, Kulturpresseschau, 12.01.2016)

Flüchtlinge im Dorf Sumte - 100 hier, 1000 da
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 12.01.2016)

Wortwechsel

Corona-KriseWie verändert die Pandemie unsere Gesellschaft?
Ein Mann küsst eine Frau durch einen Mundschutz. (imago images / Müller-Stauffenberg)

Die Ausbreitung des Virus Covid-19 verändert den Alltag in Deutschland so umfassend wie keine andere Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Krisenmodus macht die Stärken und Schwächen unserer Gesellschaft sichtbar und eröffnet Gestaltungsspielräume.Mehr

Gefahr von rechtsVom Extremismus zum Terror
Ein Demonstrationszug zieht in Gedenken an die Opfer vom rechtsextremen Anschlag in Hanau vom Hermannplatz zum Rathaus Neukölln, auf einem Schild steht: "Rechten Terror stoppen!", aufgenommen am 20.02.2020 in Berlin. (picture alliance/Geisler-Fotopress)

Spätestens seit dem Anschlag von Hanau sollte es jedem klar sein: Rechtsterrorismus ist eine reale Gefahr in Deutschland. Hass, Rassismus und Antisemitismus breiten sich aus in unserer Gesellschaft und bereiten den Boden für rechte Gewalt. Was tun?Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur