Deutschland schickt "Everytime" von Sandra Wollner ins Oscar-Rennen

    Regisseurin Sandra Wollner spricht auf einer Pressekonferenz.
    Regisseurin Sandra Wollner © picture alliance / dpa / Gregor Fischer
    Deutschland schickt den Film "Everytime" der österreichischen Regisseurin Sandra Wollner ins Rennen um den Oscar als "Bester internationaler Film". Das gab German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in München bekannt. "Everytime" erzählt von Ella und ihrer jüngeren Tochter Melli, die ein Jahr nach dem plötzlichen Tod der älteren Tochter Jessie versuchen, ihren Alltag zu bewältigen. Die Hauptrollen spielen Birgit Minichmayr, Carla Hüttermann und Tristán López. Wollner gewann dafür bei den Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis der Sektion "Un Certain Regard". Dieses Jahr ist es erstmals möglich, dass drei deutsche Produktionen ins Rennen um den besten internationalen Film gehen. Das liegt an einer Regeländerung: Inzwischen sind Werke, die bei bestimmten Filmfestivals Hauptpreise gewonnen haben, automatisch qualifiziert. Dieses Jahr sind das "Gelbe Briefe" von İlker Çatak (Goldener Bär bei der Berlinale) und "Von Scham und Geld" von Visar Morina (World Cinema Grand Jury Prize beim Sundance Festival). Zusammen mit dem Film, den die unabhängige Jury aus den bei German Films eingereichten Filmen ausgewählt hat, könnten diese Filme auf die Shortlist kommen, wenn eine Jury aus Academy-Mitgliedern diese auswählt. Diese Shortlist mit 15 Filmen wird am 15. Dezember veröffentlicht. Aus der Shortlist werden die fünf Filme ausgewählt, die für einen Oscar nominiert werden. Diese werden am 21. Januar bekanntgegeben. Die 99. Oscar-Verleihung findet dann am 14. März 2027 in Los Angeles statt.