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Konzert / Archiv | Beitrag vom 22.03.2020

Deutsches Symphonie-Orchester BerlinWaltons Cellokonzert und Mahlers Titan

Moderation: Volker Michael

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Der Chefdirigent des DSO Berlin Robin Ticciati (Marco Borggreve/DSO Berlin)
Dirigent in London und beim DSO Berlin: Robin Ticciati (Marco Borggreve/DSO Berlin)

Nicolas Altstaedt spielt das selten zu hörende wunderschöne Cellokonzert von William Walton. Außerdem hat Dirigent Robin Ticciati die 1. Sinfonie von Gustav Mahler auf das Programm dieses Konzerts des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin gesetzt.

In Abänderung des ursprünglich geplanten Programms bieten wir Ihnen an dieser Stelle des Konzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin vom Saisonbeginn mit dem Cellisten Nicolas Altstaedt unter Leitung des Chefdirigenten Robin Ticciati. Das vorgesehene Konzert unter Leitung Edward Gardners musste wie alle Veranstaltungen derzeit ersatzlos ausfallen.

Schöne Musik von der Insel Ischia

Selten entstanden in der Mitte des 20. Jahrhunderts solch schöne und traditionell geschriebene Musikstücke wie die Solokonzerte des britischen Komponisten William Walton. Im Falle des Cellokonzerts von 1956 taten die milde Meeresluft des Golfs von Neapel und die Sonne bei der Nachbarinsel Capri ihr Übriges.

Denn Walton lebte in dieser Zeit, als er den Auftrag des berühmten Cellisten Gregor Piatigorsky erhielt, in einem Haus auf der Insel Ischia. Unser Solist Nicolas Altstaedt findet, dieses Solokonzert sei ein zauberhaftes und in jeder Hinsicht ungewöhnliches Beispiel der Gattung Solokonzert.

Der Cellist Nicolas Altstaedt (Marco Borggreve/DSO Berlin)Der Cellist Nicolas Altstaedt (Marco Borggreve/DSO Berlin)

Gustav Mahlers 1. Sinfonie war das ausladende Werk im zweiten Teil dieses Konzerts zur Saisoneröffnung nach der Opernproduktion der "Rusalka" im Rahmen des Musikfests Berlin. Natur, Frühling, Liebe, aber auch Trauer und Todesahnung sind in dieser Sinfonie wie immer sonst die äußeren Anlässe für Mahlers Komponieren.

Zupackende Frische

Sowohl die Gestalt des Werks als auch die programmatische Ausdeutung der Musik hat Mahler mehrfach bearbeitet, geradezu verworfen und wieder in Kraft gesetzt. Er wusste bei seiner Ersten noch nicht, wie die ihm passende Form der Sinfonie aussehen würde. Keinesfalls konnte er ahnen, dass er die Form zu einem ultimativen Höhepunkt führen würde mit seinen neuneinhalb Beiträgen zur Gattung. Robin Ticciati und das DSO Berlin spielten die Erste Sinfonie Mahlers mit zupackender Frische und respektvoller Sympathie.

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 29. September 2019

William Walton
Konzert für Violoncello und Orchester op. 68

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Nicolas Altstaedt, Violoncello
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Robin Ticciati

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