Deutscher Synchronsprecher will gegen Netflix klagen

Weil Netflix seine Stimme zu KI-Trainingszwecken genutzt haben soll, will ein deutscher Synchronsprecher klagen. Matti Klemm - die deutsche Stimme der US-Schauspieler Jason Momoa und Mahershala Ali - sieht sein Persönlichkeitsrecht sowie Urheber- und Datenschutzrechte verletzt. Das erklärte der Verband Deutscher Sprecher:innen, in dem Klemm Mitglied ist. Es geht um eine Datenauskunft von Netflix, aus der hervorgehen soll, dass der Konzern bereits mit Klemms persönlichen Sprachaufnahmen KI-Systeme trainiert hat, ohne ihn zu fragen oder zu bezahlen. Netflix teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit, KI im Einklang mit geltendem Recht zu nutzen. Zu der angekündigten Klage gab es keinen Kommentar. Unterstützt wird die Klage Klemms von der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Sie soll Ende 2026 eingereicht werden - wo, dazu gab es noch keine Angaben.