Deutsche Bibliotheken geben Bücher des französischen Historikers Marc Bloch zurück

    Marc Bloch (1886-1944) wurde am 16. Juni 1944 von der Gestapo in Lyon erschossen. (Quelle: imago)
    Der französische Historiker Marc Bloch (1886-1944) hatte schon im Ersten Weltkrieg gegen die Deutschen gekämpft. Er ist außerdem Jude und Demokrat. © IMAGO / Bridgeman Images
    Der französische Historiker Marc Bloch durfte während der deutschen Besetzung Frankreichs nicht mehr an der Universität lehren. 1943 schloss sich der jüdische Wissenschaftler dem Widerstand an. 1944 wurde er verhaftet und von der Gestapo erschossen. Sieben Bücher aus Blochs Sammlung sind nun von mehreren deutschen Bibliotheken an seine Familie zurückgegeben worden. Vier Bücher stammten aus der Staatsbibliothek zu Berlin, zwei Bände aus der Frankfurter Universitätsbibliothek und ein Exemplar aus der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach bei einem Festakt in Berlin von einer wichtigen "Geste der Anerkennung des historischen Unrechts". Blochs knapp 7.000 Bände umfassende Bibliothek wurde 1941 von den deutschen Besatzern in Paris beschlagnahmt. Auf welchen Wegen die Bücher in die deutschen Bibliotheken gelangten, ist noch nicht vollständig geklärt.