Seit 13:00 Uhr Nachrichten

Dienstag, 23.07.2019
 
Seit 13:00 Uhr Nachrichten

Aktuell / Archiv | Beitrag vom 30.09.2016

Derb, humorvoll und oft alltagsnahLuther-Sprüche in unserem Programm

Martin Luther (Ullstein Bild / Iberfoto)
Martin Luther (Ullstein Bild / Iberfoto)

Wir wollen Martin Luther "aufs Maul schauen": Ab dem 31. Oktober fragen wir in unserem Programm dreimal am Tag Prominente aus Kunst, Kultur, was ihnen Luthers Sprüche im Jahr 2016 noch bedeuten.

Er war, so würde man wohl heute formulieren, thematisch breit aufgestellt. Martin Luther äußerte sich ebenso selbstverständlich über die Ehe, Frauen und das Stillen, wie über Politik, Musik und natürlich auch die Kirche. Was der Reformator vor rund 500 Jahren formulierte, war manchmal derb, mitunter humorvoll und oft sehr alltagsnah.

"Unkraut wächst schnell, daher wachsen die Mädchen rascher als die Knaben." "Jedermann schneidet gern die Bretter da, wo sie am dünnsten sind; man bohrt nicht gern durch dicke Bretter". Oder: "Es ist die größte Torheit, mit vielen Worten nichts zu sagen".

Wenn es also um geflügelte Worte und treffende Zitate geht, wird Luther als eine der bedeutendsten Quellen genannt. Er vermochte es, schwierige Gedanken so zu vermitteln, dass sie von vielen verstanden wurden und sprach die Menschen mit all ihren Fehlern, Ängsten und Vorurteilen an.

Luther über seine Zitate nähern

Im Rahmen des Reformationsjahres wollen wir uns im Deutschlandradio Kultur dem Menschen Martin Luther auch über seine Zitate nähern. Er hielt es für wichtig, "dem Volk aufs Maul (zu) schauen", wir wollen "Luther aufs Maul" schauen. Dafür haben wir Prominente aus Kultur und Kunst, aus Politik und Wirtschaft befragt, was ihnen Luthers Sprüche im Jahr 2016 noch bedeuten.

Dabei geht es nicht darum, mit dieser Reihe den "ganzen" Luther abzubilden. Das zu glauben, wäre anmaßend. Aber es gibt neben dem Priester, Denker, Kämpfer und Zweifler eben auch den der Welt zugewandten, verheirateten Kirchenmann, den expressiven und somatischen Redner. Dies zu zeigen und zugleich den Bezug zu heute herzustellen, das versucht diese Reihe ab dem 31. Oktober 2016 abzubilden.  

Sendeplätze:

Montag bis Freitag: Studio 9 am Morgen + Studio 9 am Mittag + Fazit

Samstag: Studio 9 am Morgen + Lesart + Fazit

Sonntag: Sonntagmorgen + Religionen + Fazit 

Studio 9

Von Menschen und ZügenAlles so schön blau hier
Ein Zug fährt in Südfrankreich entlang der Küste über ein altes Viadukt mit direktem Blick auf das offene Meer. (imago/ Panthermedia)

Die "Ligne Bleue" ist eine der spektakulärsten Bahnstrecken Frankreichs. Zwischen Marseille und Martigues führt sie direkt am Mittelmeer entlang und bietet grandiose Ausblicke. 1915 wurde die Verbindung eröffnet, doch sie ist eher ein Geheimtipp.Mehr

Strafen für Italien-TouristenBitte mehr davon!
Zwei Touristinnen sitzen am Trevibrunnen in Rom. (picture alliance / dpa / Uwe Gerig)

Baden im Trevibrunnen? Kostet 500 Euro. Schlafen in einer Hängematte in Triest, 300 Euro. Drakonische Strafen für Touristen in Italien: Richtig so, meint unser Autor Matthias Finger, denn Dummheit gefährde das Überleben der Menschheit.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur