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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 29.03.2005

Der Westwall wird geschleift?

Die Historie einer Landschaft

Von Anke Petermann

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Abriss eines Westwall-Bunker in der Nähe von Kehl, Süddeutschland (AP Archiv)
Abriss eines Westwall-Bunker in der Nähe von Kehl, Süddeutschland (AP Archiv)

Hitlers "Siegfriedlinie", der 630 Kilometer lange Westwall, verschwindet langsam aus der deutschen Landschaft. In Rheinland-Pfalz wurde mit Abrissarbeiten begonnen, denn Ruinen sind ein Sicherheitsrisiko für Bürger. Für Naturschützer ist es dagegen ein "Naturparadies". Und Denkmalschützer haben auch Bedenken. Und so scheiden sich an den Resten der militärischen Befestigungsanlage die Geister, die Abrissarbeiten kommen immer wieder ins Stocken.

Der Westwall - eine 630 lange, bis zu 30 Kilometer tiefe Kampfzone, gebaut in den Jahren 1938 und 39. 20.000 Beton-Bauwerke, davon 16.000 Bunker, die größten für hundert Mann Besatzung - Küche, Betten, Werkstatt, Wasser und Strom inklusive. Das alles verpackt in meterdicke Wände und Decken aus Stahlbeton und gekrönt von stählernen Schartentürmen für den Feind-Beschuss. Unterirdisch: kilometerlange Stollenanlagen, bis zu hundert Meter tief in Berge und Hügel gesprengt: Lagerstätten für Verpflegungs-, Waffen- und Munitionsnachschub. Oberirdisch: Stahlbeton-Höcker, fünffach gestaffelt, um feindliche Panzer am Durchbruch zu hindern. Ein Bollwerk zur "Verteidigung" gen Westen, in der historischen Realität strategische Voraussetzung für den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg im Osten. Die Nazi-Propaganda macht die "Siegfried-Linie" noch monströser, als das unfertige Bauwerk in Wirklichkeit ist. Es soll Hitler den Rücken freihalten, während er die Wehrmacht in Polen einmarschieren lässt, gleichzeitig soll es Franzosen und Briten defensive Absichten vortäuschen und die Deutschen in Sicherheit wiegen.

Ausflug in den Pfälzer Wald, ein steiler Hang hoch über Oberotterbach nahe der französischen Grenze:

" Hier das ist also ein Beobachter - diese Dinger wurden liebend gern an sehr hohen Punkten errichtet, um den Überblick zu haben ... "

... erläutert Walter Stutterich vom Bund für Umwelt- und Naturschutz,

"Darauf achten, hier sind überall die Stahl-Stücke ... "

Der Umweltschützer ist Mitglied im "Verein zur Erhaltung der Westwall-Anlagen" und gehört zu den vielen Geschichtsinteressierten, die eine fünfjährige Abriss-Pause fordern - so lange würde es mindestens dauern, bis man die Festungsanlagen unter Natur- und Denkmalschutz-Aspekten erkundet und erfasst hätte. Daran, dass sich die Abrissgegner in Rheinland-Pfalz gegen das Bundesfinanzministerium durchsetzen, glaubt Walter Stutterich noch nicht so richtig:

"Als letzte große Aktion sind bei Niederschlettenbach 17 Stück hingemacht worden - an einem Riss - um uns zu zeigen, wer der Herr im Haus ist. "

Das war 2003, und damals gingen im Dahner Felsenland mit den unterirdischen Hohlräumen Winterquartiere für Fledermäuse verloren, Refugien für die scheue Wildkatzen, Dachse und Marder. Neben den Biotopen wurde etwas zerstört, was ein Ensemble historischer Verteidigungsanlagen hätte werden können, meint Walter Stutterich mit Blick auf ein eindrucksvolles Beispiel mittelalterlicher Wehrtechnik:

"Also bei Niederschlettenbach oben dran ist Erlenbach, da ist die Festung Burg Berwartstein, da ist die Festung Kleine Frankreich. Dort hätte man die Gegenüberstellung der alten Burg und der Panzerfestungen, beziehungsweise auch schon wieder ein Nachfahre, nämlich die Bunker der letzten Kriegsgeneration ... "

... gehabt, muss man heute allerdings sagen. Es geht aber auch anders. Weit über 600 Bunkeranlagen hat der Bund inzwischen abgegeben - überwiegend an Landesbehörden, die dann auch Verantwortung für die Sicherheit der Anlagen übernehmen. In Rheinland-Pfalz haben schon vor Jahren Kommunen, Vereine und Privatpersonen begonnen, die größten und spektakulärsten Bunker als Museen herzurichten - das könnte ein Modell für die Zukunft sein. Doch wie man mit dem sperrigen Erbe umgeht - daran scheiden sich die Geister. Beispiel: das Panzerwerk hoch oben auf dem Katzenkopf über dem Eifel-Ort Irrel, dessen Bewaffnung und Funktion Joachim Ziwes, als Wehrführer der Feuerwehr Irrel auch Museumschef, so beschreibt:

"Der Maschinen-Granatwerfer diente dazu, um dort unten diese Verbindungsstraße freizuhalten. Das war die einzige Verbindung zwischen Köln und Luxemburg. "

Dass das dreistöckige gepanzerte Festungswerk heute Museum ist, geht auf die Initiative von Wehrmachts-Veteranen zurück. Ende der 60er Jahre begann das "Füsilierregiment 39" aus Düsseldorf, regelmäßige Sternfahrten nach Irrel zu organisieren. Die Überlebenden der Erst-Besatzung des riesigen im Berg versteckten Bunkers kehrten dahin zurück, wo für sie im August 1939 - einen Monat vor dem Überfall der Wehrmacht auf Polen - die Ausbildung zum Kämpfen, Töten und Sterben begann. Alt-Nazis, die den Krieg verherrlichten? "Nein, eher traurige alte Männer, die der gefallenen Kameraden gedenken wollten", sagt Ernst Zender, einer der Feuerwehrleute der ersten Stunde, die den Bunker in den 70er Jahren ausgruben und wiederherstellten. Inzwischen lebt keiner der 39er mehr, doch die Erinnerung wird wach gehalten. Joachim Ziwes deutet auf einen Betonfelsen auf dem Bunker, die gesprengte Decke:

"Diese Bunkerdecke wurde dann umfunktioniert als Gedenkstätte der 39er. Von diesem Regiment verstarben während des Krieges 4000 Soldaten. Das Regiment hatte eine Gesamtstärke von 2000 Soldaten, das heißt also, diese Regiment ist zweimal komplett ausgetauscht worden während des Krieges. Die haben auch den Frankreich-Feldzug mitgemacht, die waren in Polen, in Russland - also die 39er haben schon eine schwere Kriegszeit mitgemacht. "

Wehrmachtssoldaten "in der schweren Kriegszeit", für sie mobilisiert das Westwallmuseum in Irrel Gedenken und Mitgefühl, sie dürfen im ehemaligen Munitionsraum des Bunkers Kriegs-Fotos ausstellen, auf denen ihre "Kameraden" mit Gewehr posieren. Dazu in diesem Gedenkraum unkommentierte Originalkarten ihrer Feldzüge. Der Opfer dieser Feldzüge wird nicht gedacht. Der ehrenamtliche Museumschef deutet stolz auf eine Tafel am Eingang und liest vor:

"Einst Werkzeug des Krieges, heute Mahnung zum Frieden. Es soll also wirklich keine Kriegsverherrlichung sein. Dieses Werk soll also wegen des geschichtlichen Hintergrundes aufrechterhalten werden. Es ist eben ein Stück Kultur, das man nicht verleugnen kann, und deswegen, auch unter diesem Namen hat die Feuerwehr Irrel diese Werk hier immer betrieben. "

"Mahnung zum Frieden" zu sein beansprucht auch das Westwallmuseum Gerstfeldhöhe im Süden von Pirmasens. Klingt gut - nur: den Anspruch lösen die ehrenamtlichen Museumsbetreiber nicht ein, weder in der Eifel noch in der Pfalz, meint Frank Möller und spricht schlicht von "Umetikettierung zum Mahnmal". Nimmt man den Anspruch nämlich ernst,

"... dann geht es nicht, dass man dort Gedenkräume für Artillerieregimenter zulässt, sondern dann muss da eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte dieses Bunkers, dieses Westwall-Abschnitts und des Westwalls überhaupt stattfinden. Dazu gehört unter anderem natürlich, dass man irgendwo niederlegt, dass der Westwall Voraussetzung gewesen ist für den Vernichtungskrieg Hitlers im Osten. Einen solchen Hinweis werden sie an diesen Orten nie finden. Deshalb sage ich "umetikettieren", denn man macht einfach ein neues Etikett drauf und legitimiert all das, was dort drinnen an militaristischer Schau stattfindet. "

Frank Möller ist Geschäftsführer der gemeinnützigen "Gesellschaft für interdisziplinäre Praxis". Der Kölner Verein berät unter anderem Bildungseinrichtungen. Unpolitischer Denkmalschutz reicht nicht für den Westwall, meint Möller, um die historischen Dimensionen dieses sperrigen Denkmals zu vermitteln, sei politische Bildung gefragt. Doch bisher haben sich die Bundeszentrale und die Landeszentralen für Politische Bildung in Sachen Westwall kaum gerührt. Möller machte sie erstmals aufmerksam auf den musealen Wildwuchs.

Im riesigen unterirdischen Stollen- und Hohlgangsystem des Festungswerks Gerstfeldhöhe in Pirmasens-Niedersimten führt Nikolaus Schmitt Mitglieder eines pfälzischen Bastelvereins an einer skurrilen Sammlung vorbei: deutsche Schützenpanzer hinter amerikanischen Militär-Lastwagen, deutsche Brandbomben neben englischen Mienen, ein russisches Geschütz, verschiedenste Sturmgewehre, in einer Nische eine Munitionssammlung quer über alle Fronten und durch alle Epochen - vieles ohne direkten Bezug zum Westwall. Hinter einer Vitrine ein Bunkerraum mit Tisch, Hockern, Blechgeschirr und Metallklappbetten - alles so sauber und sorgfältig arrangiert, dass es trotz der martialischen Thematik irgendwie an Bauernstube im Heimatmuseum erinnert. Auch das Modell des Westwallarbeiters hinter Glas kommt erstaunlich gepflegt im gebügelten braunen Mantel daher. Der Museumsführer erklärt seinen aufmerksamen Zuhörern:

"Das ist ein sogenannter RAD-Mann oder Reichsarbeitsdienst-Mann, und diese Uniform ist nicht ganz authentisch, und zwar hat der eine Mütze auf, die zum Arbeitsanzug gehört und nicht zum Ausgehmantel. "


Viele Worte über das wenig authentische Erscheinungsbild, keines darüber, dass für den beschleunigten Bau des Westwalls einiges eine "Dienstpflichtverordnung" erlassen wurde.

"Das heißt, es wurden Arbeiter zum Westwallbau abkommandiert. Man muss davon sprechen, dass die Arbeiter mobilisiert worden sind, als erste Stufe , bevor es in den Krieg ging ... "

... erläutert Uwe Bader von der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz. Arbeiter, zwangsrekrutiert aus allen Teilen des Reiches, zwangskaserniert in geräumten Schulen, Turnhallen und Baracken - der Bau des Westwalls unter Federführung der eigens dazu geschaffenen Organisation Todt läutete das Ende des freien Arbeitsmarktes im Dritten Reich ein. Eine halbe Million Menschen wurde zu einer "Arbeitsarmee" formiert, Drill und Repression inklusive:

"Arbeiter, die dieser NS-Arbeitsdisziplin widerstanden, die sich möglicherweise alkoholisiert hatten oder versucht hatten, dort auszubrechen, die kamen in eine Polizeihaftlager und wurden dann dort militärisch gedrillt Sie wurden in besondere Arbeittrupps gezwungen, und mussten zusätzlich die politische Erziehung über sich ergehen lassen. Wer dann weiterhin renitent war und sich diesen Auflagen nicht fügen wollte, der wurde dann Kandidat für das SS-Sonderlager / KZ Hinzert, und nicht wenige von den Menschen sind dann auch in den Konzentrationslagern verblieben. "

Die schwere, schmutzige, schlecht entlohnte Arbeit am Westwall als möglicher Auftakt für ein Ende im Vernichtungslager - Museen, die "Mahnung zum Frieden" sein wollen - müssten die ihren Besuchern nicht einen Eindruck davon vermitteln? Eine Frage, die der mit technischen Daten von Geschützgrößen und Stollenkilometern überschüttete Besucher offensichtlich nicht zu stellen pflegt. Ist vielleicht auch besser so. Denn Nikolaus Schmitt, Museumsführer im pfälzischen Pirmasens, und Ernst Zender, Museumsführer in Irrel in der Eifel, haben von Zwangsarbeit am Westwall und den dazugehörigen "Arbeitserziehungs- und Polizeihaftlagern" noch nie was gehört:

"Nicht dass ich wüsste. Arbeitsdienst und Zivil war da - ein Großteil aus dem Ruhrgebiet, die Stollenfachleute waren, die hat man dann rekrutiert und hat sie hierher geholt, um bestimmte Bauwerke herzustellen. - Die Bunkeranlagen hier sind alle über Reichsarbeitsdienst gelaufen oder über Pionierstäbe, oder hier waren auch größere Baufirmen aus dem Ruhrgebiet. Da wurde nie was davon gesagt, dass hier Strafkompanie oder Gefangene oder so etwas, war nie die Rede davon, nie. "

Welchen Eindruck nehmen Besucher mit aus einem Museum, das einen "sauberen" Westwall zeigt? Die Mitglieder des pfälzischen Bastelvereins "Knote und Knüppe" sind sehr angetan.

"Ist schon imposant, was die damals geleistet haben, ohne die technischen Hilfsmittel, die wir ja heute gewohnt sind. Ein bisschen beängstigend, man hofft, dass so was niemals wieder kommt, dass man es nicht mehr braucht. - Es ist interessant, ich habe mir das gar nicht so vorgesellt - nicht so viele Motorräder, so viele Autos - ist interessant. "

Frank Möller hat in den Besucherbüchern der Museen in Pirmasens, Irrel und Bad Bergzabern geblättert:

"Sie finden da die Sprüche von alten NS-Traditionsverbänden "die Treue ist das Mark der Ehre - wir waren hier", daneben finden Sie Bekundungen von Schülern und Schülerinnen "- war interessant, war schön hier, - gut, dass wir das mal gesehen haben, - warum muss man den Westwall abreißen?" Ganz offensichtlich ist es so: jede Besuchergruppe, die dort hinkommt, wird affirmativ bedient, das heißt, sie meint dort irgendwas zu finden, was dort aber eigentlich gar nicht zu sehen ist. Ich würde es auf die Formel bringen ‚man kommt dumm in diese Museen rein, und man geht auch dumm wieder raus’. "

... im schlimmsten Fall fasziniert von der ausgeklügelten Festungs- und Waffentechnik der Nazis. Warum das Westwall-Museum Gerstfeldhöhe, das er Ende der 90er Jahre gemeinsam mit einem Trägerverein gründete, in weiten Teilen eine Militaria-Sammlung ist und so wenig Informationen über historische Zusammenhänge liefert, begründet Günther Wagner als ehrenamtlicher Chef mit der Notwendigkeit, mangels öffentlicher Zuschüsse publikumswirksame Attraktionen ausstellen zu müssen.

"Wenn ich hier Schautafeln aufstellen würde, die das dokumentieren, dann kämen die Leute nicht. Ich brauche das Publikum, das kommt, das hier was vorfinden will, das nicht nur belehrt werden will, das etwas sehen will, das es woanders nicht gibt, das sind nun mal die Waffen. Und die kommen hierher und bringen die Eintrittsgelder, und mit diesen Eintrittsgeldern kann ich mich hier am Leben erhalten. "

In der KZ-Gedenkstätte Osthofen bei Worms liefert eine Dauerausstellung zum Nationalsozialismus in Rheinland-Pfalz historisch-politische Informationen zum Hitlerschen Westwall. Dort allerdings: viele dicht beschriebene Schautafeln, keine Geschichtszeugnisse zum Anfassen. Federführend ist die Landeszentrale für Politische Bildung, die am Ort des ehemaligen KZ Hinzert bei Trier zusätzlich ein Dokumentationszentrum aufbaut. Frank Möller wirft dieser Institution allerdings vor, sie habe verschlafen, dass sich auf ihrem Territorium "eine Kette schlimmster Militärmuseen" formiert habe, dazu rechnet er auch das private Westwallmuseum in Bad Bergzabern:

"Diese harten Militärmuseen sind ganz offensichtlich außerhalb der Wahrnehmung und des Interesse der Landeszentrale für Politische Bildung in Rheinland-Pfalz gewesen. Da müsste sie mehr machen, und da müsste sie wirklich auch in die Gänge kommen. "

Die historische Bildung an den KZ-Gedenkstätten aufzubauen, binde die personellen und finanziellen Ressourcen der Landeszentrale. Man müsse Schwerpunkte setzen, kontert Uwe Bader:

"Es kann nur so sein, dass wenn es Träger gibt von örtlichen Initiativen, Museen oder auch Kommunen, die daran arbeiten, dass die in ihrer eigenen Verantwortung erst mal danach sehen und dann zum anderen wir als Landeszentrale bereit stehen, da auf Anfrage auch behilflich zu sein, durchaus auch Fachleute zu vermitteln, die eben diesen gesellschaftlichen Kontext dieser Zeit da auch mit einbringen können. Das wäre wünschenswert, dass das dann auch in solche Konzeptionen übernommen wird. "

Die Feuerwehr in Irrel verbittet sich allerdings Nachhilfe in Politischer Bildung. Wie sich der Westwall in Hitlers Kriegs und Repressionsstrategien eingegliedert habe - Ernst Zender hebt abwehrend die Hände - für diese Frage will er nicht zuständig sein, ihn fasziniere die Technik.

"Wofür sie die Bunker gebaut haben, aus welchen strategischen Gründen, ist uns scheißegal, sage ich mal so. Wir stellen unsern Bunker hier zur Verfügung, die Leute können sich denken was sie wollen, den Rest können sie in den Büchern nachlesen. "

Bereitschaft, sich auf Diskussionen einzulassen, demonstriert dagegen Günther Wagner, Museumschef der Gerstfeldhöhe. Er ist ehrenamtlicher Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz für den Westwall und sagt zu dem Vorwurf, er habe eine Waffen-Schau zusammengestellt:

"Die Kritik nehme ich gern an, denn ich bin der gleichen Meinung. Wir wollen das zwar nicht tun, aber wir sind, was die Politische Bildung angeht, mehr oder weniger Laien. Wir werden vom Staat ziemlich im Stich gelassen. Wir können aus unserem Verständnis heraus die Anlage erhalten, können die Technik hier präsentieren. Wenn wir es nicht tun - der Staat tut es auch nicht - dann verfällt das. Der Staat ist vielleicht gefordert, wenn jetzt solche Kritik kommt, da Abhilfe zu schaffen. Ich bin gern bereit, mich solchen Kritiken zu stellen und auch dafür zu arbeiten, dass es sich ändert. Ich wäre also sehr dankbar dafür, wenn man didaktisch etwas anderes hier reinbringen könnte als nur Waffen, die halt mal primär hier rausstechen. "

Doch auch wenn Bereitschaft bekundet wird - werden sie zueinander finden? - Die vom Museum und die von der Landeszentrale? Oder werden sie weiter abwarten, dass der eine auf den anderen zukommt? Dann werden noch viele Schulklassen, Bundeswehrsoldaten, und Bastelvereine beim Gang durch rheinland-pfälzische Westwallmuseen Fragwürdiges zu sehen und zu hören bekommen.

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