Der WDR streicht und verändert zahlreiche Angebote

Weniger Sendungen, weniger Personal und mehr Geld fürs Digitale: Der Westdeutsche Rundfunk baut seine Programme deutlich um. Wie der Sender mitteilte, sollen bis Ende kommenden Jahres 76 Fernseh-, Radio- und Onlineangebote eingestellt werden. Neben Social-Media-Kanälen, Newslettern und Websites sind demnach auch sechs Angebote im linearen Hörfunk wie die "Satire am Sonntag" bei WDR4 und "Ex & Pop" bei WDR3 betroffen. Im linearen Fernsehen sollen neben "Frau TV" auch "Menschen hautnah", die "WDR Story" und vier weitere Formate wegfallen. Langfristig will der WDR die Zahl seiner Angebote von derzeit rund 600 auf 300 halbieren. Auch beim Personal wird gespart: Bis 2030 sollen mehr als 130 durch Verrentung frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Außerdem will der WDR das Auftragsvolumen für freie Mitarbeiter senken. Verdi kritisiert die Pläne. Eine von den Bundesländern verantwortete Rundfunkpolitik, so die Gewerkschaft, "spart die Sender kaputt" und führt zu weniger Sendungen für die Breite der Gesellschaft.