Der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch wird mit dem Stefan-Heym-Preis ausgezeichnet

    Porträt des ukrainischen Dichters und Schriftstellers Juri Andruchowytsch, Ukraine 2024.
    Juri Andruchowytsch © imago / Avalon / Yurii Rylchuk
    Er sei die "Stimme seines Landes" und "Stimme Europas" - so hat der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD) den diesjährigen Preisträger des Stefan-Heym-Preises gewürdigt, den ukrainischen Schriftsteller Juri Andruchowytsch. Schulze verlieh die Literaturauszeichnung am Samstagabend. Zuvor hatte das Kuratorium Andruchowytsch als eine der bedeutendsten literarischen und intellektuellen Stimmen der Ukraine gewürdigt. Sein Werk verbinde gesellschaftpolitische Schärfe mit feinem Humor, der sich auch gegen autoritäre Systeme richte. Der Schriftsteller sagte, er nehme die Auszeichnung als "starkes Solidaritätssignal" für sein Land wahr. In seinen Büchern beschäftigt sich Andruchowytsch mit den Entwicklungen in seinem Heimatland - unter anderem mit der "Orangenen Revolution" und der Maidan-Bewegung. Der Stefan-Heym-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.