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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 04.10.2017

Der Tag mit Ulrich Greiner Der Wert der Heimat

Moderation: Anke Schaefer

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Der Journalist und Literaturkritiker Ulrich Greiner (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Der Journalist und Literaturkritiker Ulrich Greiner (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Der Literaturkritiker Ulrich Greiner fühlt sich politisch heimatlos und hat diesem Thema ein Buch gewidmet. Mit ihm sprechen wir über die Steinmeier-Rede zum Tag der Deutschen Einheit, aber auch die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien und deren mediale Darstellung.

Die Reaktionen auf die Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Tag der Deutschen Einheit fallen sehr unterschiedlich aus. Vor allem seine Worte über den Wunsch nach heimatlicher Sicherheit werden nun debattiert. Wir fragen unseren Studiogast, den Literaturkritiker Ulrich Greiner, danach, ob er Steinmeiers Einschätzung teilt, dass Heimat nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft weist. Der frühere Zeit-Feuilleton-Chef hat dieses Jahr das Buch "Heimatlos. Bekenntnisse eines Konservativen" verfasst.

Katalonien und Verleihung des Chemie-Nobelpreises

Ein weiteres Thema ist der Konflikt zwischen der Zentralregierung in Madrid und den Separationsbestrebungen in Katalonien. Wir wollen von Greiner wissen, wie er den medialem Umgang und die Macht der Bilder in dieser Auseinandersetzung beurteilt. Auch die Verleihung des Chemie-Nobelpreises wird uns beschäftigen.   

Der Sputnik-Schock

Außerdem wollen wir uns an den Sputnik-Schock vor 60 Jahren erinnern. Damals startete der erste künstliche Satellit in eine Umlaufbahn um die Erde. Vorausgegangen war ein Wettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion, den die Russen mit dem Flug des Sputniks gewannen. Das Raumfahrtzeitalter hatte begonnen. (gem)  

Ulrich Greiner, 1945 geboren, war Feuilleton-Chef der Wochenzeitung "Die Zeit" und verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur und ist nun Autor der "Zeit". Als Gastprofessor lehrte er in Hamburg, Essen, Göttingen und St. Louis. Er ist Mitglied des Schriftstellerverbandes PEN und Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen "Ulrich Greiners Lyrikverführer" (2009), "Das Leben und die Dinge: Alphabetischer Roman" (2015) und "Heimatlos. Bekenntnisse eines Konservativen" (2017). Er wurde vor zwei Jahren mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet.

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"Heimatloser Konservativer" Ulrich Greiner - "Die Idee vom Weltbürger ist schön, aber nicht realistisch"
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