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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 12.10.2019

Der Tag mit Philipp Peyman Engel Mahnwachen reichen nach dem Terrorakt in Halle nicht aus

Moderation: Axel Rahmlow

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Der Journalist Philipp Engel zu Gast in Studio 9 bei Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio – Laura Lucas)
Philipp Peyman Engel, Leiter des Feuilletons der "Jüdischen Allgemeinen" (Deutschlandradio – Laura Lucas)

Der rechtsextreme Anschlag in Halle mit zwei Toten hat viele Menschen schockiert. Wir sprechen mit dem Journalisten Philipp Peyman Engel darüber, was aus der Betroffenheit folgt. Weitere Themen sind der Syrien-Krieg und die Protestwoche für mehr Klimaschutz.

Mehr als nur Betroffenheit fordert nach dem Anschlag von Halle unser Studiogast, der Journalist der "Jüdischen Allgemeinen", Philipp Peyman Engel. Die jüdischen Einrichtungen in Sachsen-Anhalt hätten schon lange besser geschützt werden müssen. Wir sprechen mit Engel darüber, wie er den Umgang von Politik und Medien mit den Ereignissen diese Woche erlebt hat. Was muss jetzt folgen?      

Nach dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien haben die USA ihrem Nato-Partner den Beschuss US-Truppen vorgeworfen. Die Einheiten seien im syrischen Grenzgebiet zur Türkei unter Artilleriebeschuss geraten, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Der türkische Einmarsch droht die Sicherheitslage in der ganzen Region weiter zu destabilisieren, auch mit Auswirkungen auf Israel. Welche Risiken birgt dieser erweiterte Krieg? 

Protestwoche für mehr Klimaschutz 

Nach der Protestwoche in 60 Städten feiert die Umweltbewegung Extinction Rebellion (XR) ihre Aktionen als großen Erfolg. Tausende beteiligten sich allein in der deutschen Hauptstadt an Sitzblockaden und Demons­tra­tionen für mehr Klimaschutz. Viele Berliner waren eher genervt und fühlten sich in ihrem Alltag behindert. Was haben die Proteste gebracht?

Die Junge Union hat auf ihrem Deutschlandtag in Saarbrücken für eine Urwahl des nächsten CDU/CSU-Kanzlerkandidaten gestimmt. Bei der SPD enden die SPD-Regionalkonferenzen und damit die offizielle Bewerbungsphase um den SPD-Vorsitz. Wird da ein grundlegender Wandel der Volksparteien hin zu mehr Graswurzelbewegung sichtbar?   

(gem)  

Philipp Peyman Engel, 36, leitet das Feuilleton der Wochenzeitung "Jüdische Allgemeine". Daneben schreibt er als Autor für verschiedene Medien, unter anderem "Cicero", "Focus", und "Spiegel Online". Er studierte Philosophie, Literatur- und Medienpraxis in Bochum und Duisburg. Als persischstämmige Jüdin flüchtete seine Mutter 1979 aus dem Iran nach Deutschland.   

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