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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 24.02.2020

Der Tag mit Michael KoßWie geht es weiter in Hamburg?

Moderation: Korbinian Frenzel

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Porträt von Michael Koß,  Politikwissenschaftler, 2018. (imago / Jürgen Heinrich)
Blick auf die Hamburger Wahl: Politikwissenschaftler Michael Koß analysiert die Abstimmung in der Hansestadt. (imago / Jürgen Heinrich)

Wahlnachlese: Nach Bekanntwerden eines Auszählungsfehlers muss die FDP um ihren Wiedereinzug in die Hamburger Bürgerschaft zittern. SPD und Grüne haben die Bürgerschaftswahl klar für sich entschieden, die CDU ist abgeschlagen. Und die AfD?

Nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg am gestrigen Sonntag werden wir im Studio mit dem Politikwissenschaftler und Parteienforscher Michael Koß das Ergebnis analysieren. Die linke Regierungsmehrheit des ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher wurde zwar bestätigt, doch dessen SPD hat Verluste zu verzeichnen.

FDP muss um Einzug bangen

Der andere Koalitionspartner, die Grünen, ist weiterhin im Aufwind. Die Linken sind erneut in das Landesparlament eingezogen und haben die CDU auf die Plätze verwiesen. Die AfD hat auch nach dem Anschlag in Hanau die Fünf-Prozent-Hürde genommen - also offenbar eine stabile Wählerschaft hinter sich. Um den Einzug in die Bürgerschaft muss aber noch die FDP - ähnlich wie bei der Landtaswahl in Thüringen - bangen. Sie könnte wegen eines Auszählungsfehlers knapp scheitern.

Weitere Themen, die wir mit ihm in der Stunde besprechen:

  • Wird der Parteitag Ende April das Führungsproblem lösen? Die CDU ringt um Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur.
  • Selbstzerfleischung der CDU über Thüringen? Die Thüringer Landes-CDU will pragmatisch sein bei der Lösung des Regierungsproblems, die Parteispitze pfeift sie zurück: Keine Zusammenarbeit mit den Linken! Warum das nicht nur demokratietheoretisch ein Nogo ist, erklärt uns Parteienforscher Koß.
  • Corona-Virus in Norditalien. Wie real ist die Gefahr? Das Virus kommt näher, aber keine Panik: Deutschland ist gut vorbereitet.
  • Rosenmontag. Werden die närrischen Tage politischer? Nach der Büttenrede gegen Rassismus und Hetze in Mainz.

Michael Koß, geboren 1976, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Rechtswissenschaft in Göttingen, Besançon und Uppsala. Nach der Promotion war er bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politik und Regieren in Deutschland und Europa an der Universität Potsdam und wechselte danach an das Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit Herbst 2019 hat er eine Professur an der Leuphana Universität Lüneburg.

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