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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 20.03.2019

Der Tag mit Ijoma Mangold Leipziger Ehrung für Masha Gessen

Moderation: Anke Schaefer

Der kulturpolitische Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit", Ijoma Mangold zu Gast bei Deutschlandfunk Kultur in Berlin (Deutschlandradio / Alexander Moritz)
Der "Zeit"-Journalist Ijoma Mangold (Deutschlandradio / Alexander Moritz)

Den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhält Masha Gessen. Über die Publizistin sprechen wir mit dem Literaturkritiker Ijoma Mangold. Weitere Themen: die Zukunft der Fidesz-Partei im Europaparlament und Kunst in der Karlsruher U-Bahn.

In vier Lebensgeschichten erzählt die amerikanisch-russische Journalistin und Schriftstellerin Masha Gessen, wie Russland die Freiheit gewann und wieder verlor. Für ihr Buch "Die Zukunft ist Geschichte" bekommt sie heute zur Eröffnung der Buchmesse den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2019. Wir sprechen über diese Auszeichnung mit unserem Studiogast, dem kulturpolitischen Korrespondenten der Wochenzeitung "Die Zeit", Ijoma Mangold. Uns interessiert auch der Zustand der Branche und ob das Buch zum Auslaufmodell werden könnte.

EVP entscheidet über Fidesz-Zukunft

Ein weiteres Thema ist, ob die Europäische Volkspartei (EVP) die Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán auschließt. Sie entscheidet heute in Brüssel über den weiteren Umgang mit der rechtsnationalen Fidesz-Partei. Welche Folgen hätte ein Rauswurf für andere rechtsnationale Parteien in Europa?

Kunst in der U-Bahn

Das umstrittene Karlsruher U-Bahn-Kunstprojekt von Markus Lüpertz geht an den Start: Der Initiator Anton Goll stellt heute seine Pläne vor. Ab Ende 2020 soll Karlsruhe eine U-Bahn bekommen und damit auch eine neue Kunstattraktion. Lüpertz will für sieben Haltestellen 14 reliefartige Keramiktafeln schaffen, jede zwei mal vier Meter groß. Aber es gibt Widerstände gegen das Projekt.

Streik bei Wikipedia

Die größte Enzyklopädie der Welt macht dicht - zumindest auf Deutsch. Morgen wird man auf deutschsprachigen Artikeln der Wikipedia nur eine Protestnote gegen das geplante neue EU-Urheberrecht finden. Für Netzaktivisten ist es ein Angriff auf das freie Internet.

(gem)

Ijoma Mangold ist kulturpolitischer Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Literaturkritiker wurde 1971 in Heidelberg geboren. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München, Bologna und Berlin. Seine journalistische Laufbahn begann er bei der "Berliner Zeitung". Von 2001 bis 2009 war er Feuilleton-Redakteur der "Süddeutschen Zeitung", Mangold wechselte anschließend zur Wochenzeitung "Die Zeit". Er moderierte mit Amelie Fried die ZDF-Literatursendung "Die Vorleser", ist Träger des Berliner Preises für Literaturkritik und hat Gastprofessuren in Göttingen sowie St. Louis. 2017 erschien seine Autobiografie "Das deutsche Krokodil". 

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