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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 22.01.2020

Der Tag mit Gesine SchwanDebatte um ein "Desaster"

Moderation: Korbinian Frenzel

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Das Foto zeigt die SPD-Politikerin Gesine Schwan auf einer Regionalkonferenz zur Präsentation der Kandidatinnen und Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz. (picture alliance / dpa / Sven Simon)
Die SPD-Politikerin Gesine Schwan. (picture alliance / dpa / Sven Simon)

Die Rede von Donald Trump in Davos polarisiert. In der SPD gibt es einen großen Graben. Debatte um die Grundrente - kein Ende in Sicht? Sind Polen und Franzosen unsere Freunde - oder nur Bekannte? Und: der nationale Aktionsplan Integration.

Da verlor Grünen-Chef Robert Habeck wohl für einen Moment die Contenance. Die Rede von US-Präsident Trump auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos sei "ein Desaster für die Konferenz" gewesen, sagte er anschließend. "Wir müssen den Kampf mit Donald Trump aufnehmen, er steht auf der anderen Seite."

Das rief unter anderem den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen auf den Plan, der Habeck in einem Interview eine "erschreckende außenpolitische Einfältigkeit" attestierte. Zumindest eines ist klar: Diplomatisch waren Habecks Ausführungen nicht.

Selten drücken sich Politiker so klar und direkt aus. War das richtig? Oder einfach nur ungeschickt? Wir diskutieren darüber mit unserem Gast in der Mittagssendung, der SPD-Politikerin Gesine Schwan.

Ebenfalls auf unserer thematischen Agenda: Die SPD - wie groß ist der Graben zwischen Parteispitze und Fraktion? Debatte um die Grundrente - kein Ende in Sicht? Freunde oder nur gute Bekannte - wie ist das deutsche Verhältnis zu Frankreich und Polen? Und: Der nationale Aktionsplan Integration - werden hier alte Ideen neu aufgewärmt?

Gesine Schwan ist Präsidentin und Mitgründerin der Humboldt-Viadrina Governance Platform. Die SPD-Politikerin und Politikwissenschaftlerin, 1943 in Berlin geboren, ist zudem Vorsitzende der Grundwertekommission ihrer Partei. 2004 und 2009 kandidierte sie für das Amt der Bundespräsidentin, beide Male scheiterte sie im 1. Wahlgang gegen Horst Köhler. Von Oktober 1999 bis September 2008 war sie Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Zuletzt hatte sich Schwan zusammen mit Ralf Stegner für den SPD-Parteivorsitz beworben.

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