Der Tag mit Diana Kinnert

Macrons Europa-Aufruf: Einer muss die Visionen ja haben

33:49 Minuten
Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer Besprechung mit dem Kabinett im Elysee Palast am 9. Januar 2019.
Keiner denkt derzeit so viel über Europa nach: Emmanuel Macron © picture alliance / Eliot Blondet
Diana Kinnert im Gespräch mit Korbinian Frenzel · 05.03.2019
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Heute in der Mittagssendung: Macron lässt in Sachen Europa nicht locker. Der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel ist gestorben. Sind die transatlantischen Beziehungen noch zu retten? Und: Das Homeoffice hat überraschende Konsequenzen.
Drei Monate vor der Europawahl hat sich Frankreichs Präsident Macron an die Bürger der Europäischen Union gewandt und einen Neubeginn gefordert. "Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg war Europa so wichtig. Und doch war Europa noch nie in so großer Gefahr", schrieb er in einem Text, der gleichzeitig in Tageszeitungen in allen 28 Mitgliedsländern der EU erschien. Macron schlägt einen Aktionsplan vor, mit dem die Europäische Union tiefgreifend reformiert werden soll.
Bestandteil seiner Überlegungen ist auch eine europäische Agentur für den Schutz der Demokratie, die zum Beispiel Manipulationen bei Wahlen verhindern soll. In seinem Beitrag finden sich viele konkrete Vorschläge. Wir diskutieren darüber heute in unserer Mittagssendung mit der CDU-Politikerin und Unternehmerin Diana Kinnert.
Diana Kinnert
Diana Kinnert© dpa / picture alliance / Christoph Hardt
Wir erinnern zudem an den jetzt verstorbenen, früheren Bundesaußenminister Klaus Kinkel. Ein weiteres Thema werden die transatlantischen Beziehungen zu den USA sein - Kinnert war kürzlich mehrere Wochen in den USA. Und, last but noch least: Eine neue Studie zeigt, dass Frauen und Männer mit Kindern flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit oder Homeoffice unterschiedlich nutzen: Die Männer machen auch zu Hause vor dem Rechner Überstunden, die Frauen nehmen sich mehr Zeit für die Kinderbetreuung. Das Homeoffice scheint die klassische Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen damit sogar noch zu verstärken - eine schlechte Nachricht für die SPD, die Arbeitnehmern ein Recht auf diese Form der Arbeitsgestaltung einräumen will.

Diana Kinnert wurde 1991 in Wuppertal geboren. Die Unternehmerin und Kolumnistin studierte Politologie und Philosophie. 2008 trat sie in die CDU ein. Von 2015 bis Ende 2016 leitete sie das Büro des CDU-Politikers und Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Peter Hintze. Unter CDU-Generalsekretär Peter Tauber wurde sie Mitglied der Reformkommission der Partei. Zudem hat sie das Buch "Für die Zukunft seh‘ ich schwarz – Plädoyer für einen modernen Konservatismus" verfasst.

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