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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 15.05.2019

Der Tag mit Andreas Rosenfelder Wende beim Erfassen der Arbeitszeit

Moderation: Korbinian Frenzel

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Der Feuilletonchef der Welt, Andreas Rosenfelder, zu Besuch bei Deutschlandfunk Kultur (Thomas Groh / Deutschlandradio)
Der Feuilletonchef der Tageszeitung "Die Welt", Andreas Rosenfelder. (Thomas Groh / Deutschlandradio)

Arbeitgeber in der EU müssen die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten besser erfassen, urteilte jetzt der Europäische Gerichtshof. Wir diskutieren darüber und über andere Themen aus der Arbeitswelt mit dem Welt-Journalisten Andreas Rosenfelder.

Die Mitgliedsstaaten der EU müssen die Arbeitgeber verpflichten, Systeme zur Arbeitszeiterfassung einzurichten. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Die Richter urteilten, dass das Einhalten von Höchstarbeitszeitgrenzen und Ruhezeiten ein Grundrecht in der Europäischen Union sei und die Arbeitszeiterfassung ein Mittel, dieses zu wahren. Ist so eine Regelung wirklich noch zeitgemäß? Wir diskutieren darüber mit unserem Studiogast, dem Welt-Journalisten Andreas Rosenfelder.

Ein weiteres Thema: Die Große Koalition will die Arbeitsbedingungen von Paketboten verbessern und darüber heute im Bundeskabinett beraten. Auch dass Auszubildende demnächst einen Mindestlohn erhalten sollen, gehört zu den Koalitionsplänen.

Initiative gegen Hass im Netz

Der französische Präsident Emmanuel Macron und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern stellen heute in Paris ihre Initiative gegen Hass im Internet vor. Anlass ist der Anschlag auf Moscheen in Christchurch in Neuseeland vor zwei Monaten. Der Täter hatte mit einer Helmkamera live im Internet übertragen, wie er Menschen erschoss und 51 Menschen getötet. Die Filmaufnahmen der Tat wurden über soziale Netzwerke weiterverbreitet.

Auch im Petitionsunterschuss des Deutschen Bundestag wird über den immer raueren Tonfall geklagt. Im vergangenen Jahr wandten sich mehr als 13.000 Bürger mit einer Petition an den Bundestag. In der Zeitung "Die Welt" widmet sich heute ein Artikel der Frage, wie viel Redefreiheit an den Universitäten bleibt und ob die Intoleranz bei den Linken wächst. 

(gem)

Andreas Rosenfelder ist Ressortleiter des Feuilletons von "Welt" und "Welt am Sonntag". Von 2010 bis 2013 war er stellvertretender Ressortleiter. Davor hat er acht Jahre lang für das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" geschrieben und war Kulturredakteur bei "Vanity Fair" in Berlin. 2008 erschien sein Buch "Digitale Paradiese".

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