Der Sternenhimmel funkelt in zwei Welten
Ein riesiger australischer Sternenhimmel erstrahlt jetzt als Gemälde in der Bibliothek des Pariser Museums für ethnische Kunst. Die Künsterin, die Aborigine Gulumbu Yunupingu, will mit ihren Werken, wie sie selbst sagt, alle Menschen zusammenbringen. Bei Auktionen erzielt die Kunst der 60-Jährigen, die erst vor vor sechs Jahren zur Malerei gekommenen ist, Höchstpreise.
Arnhem Land im menschenleeren Norden Australiens. Das Zuhause von Gulumbu Yunupingu ist der unwegsame Busch rund um Gunyungurra, einer 120-Einwohner-Siedlung mitten im Nirgendwo des Outbacks.
Erst vor sechs Jahren zur Malerei gekommen, gilt die 60-jährige Aborigine heute als die angesehenste, zeitgenössische Ureinwohner-Künstlerin Australiens. Ihr bedeutendstes Werk aber ist nicht in ihrer Heimat zu sehen, sondern am anderen Ende der Welt: Im Museum für Eingeborenen-Kunst in Paris, das im Juni feierlich eröffnet wurde. Vor tiefschwarzem Hintergrund bringt Yunupingu auf einem 250 Quadratmeter großen Gemälde die erdigen Ockerfarben ihrer Heimat zum Leuchten: Lehmige Gelb-Töne, kalkweiß und ein rostfarbenes dunkelrot. Damit verwandelt Yunupingu die Decke der Pariser Museums-Bücherei in eine klare Sternennacht über Nordaustralien. 20.000 Kilometer weit weg von Arnhem Land.
"Ich will mit meinen Gemälden alle Menschen zusammenbringen und miteinander aussöhnen. Egal wie verschieden wir sind oder welche Hautfarbe wir haben. Überall auf der Welt können die Menschen die Sterne sehen. Das vereint uns. Wir sind eins im Universum."
Gulumbu Yunupingu glaubt, dass die Sterne den Menschen Geschichten erzählen. Sie bräuchten nur zuzuhören. So wie sie ihrem Vater. Mungurruwuy Yunupingu ist Ende der 50er Jahre der erste Aborigine-Maler dessen Werke in international renommierten Galerien und Museen ausgestellt werden. Gulumbu wächst in einer Künstler-Familie auf.
Gulumbus Bruder Mandawuy gründet in den 80er Jahren die Ethno-Rockband Yothu Yindi und tourt durch die ganze Welt. Sie aber bleibt in Nordaustralien. Als Kind von weißen Missionaren unterrichtet, übersetzt Gulumbu die Bibel in Gumatj, den Dialekt ihres Stammes. Sie heiratet, bekommt vier Kinder und hilft mit "Garma" aus der Taufe zu heben: Australiens größtes Ureinwohner-Festival, das einmal im Jahr die Kultur der Aborigines feiert.
Vor sechs Jahren hat Gulumbu Yunupingu einen Traum. Darin paddeln drei Schwestern ihres Aborigine-Stammes in Kanus bis hinauf zu den Sternen. Inspiriert kramt Gulumbu die Malwerkzeuge ihres verstorbenen Vaters hervor und beginnt drei hohle, etwa mannshohe Baumstämme zu bemalen. Früher hatte sie oft geholfen, natürliche Ockerfarben zu mischen und sie auf Rinden oder Didgeridoos aufzutragen. Jetzt aber tritt Gulumbu Yunupingu das Erbe ihres Vaters an. Ein Nachwuchstalent mit 54 Jahren.
"Wenn ich male wie schon unsere Urahnen gemalt haben, dann bin ich mit der Welt zufrieden. Denn ich weiß auch, dass ich damit meine Familie und meinem Volk helfen kann. Vor allem all denen, die keine Arbeit oder kein Geld haben."
Ob traditionelle Tupfengemälde oder zeitgenössische Ureinwohner-Kunst: Yunupingus Arbeiten werden als Sensation gefeiert. Bei Auktionen erzielen ihre Werke Höchstpreise. Mit dem Erlös unterstützt sie ihren Stamm und junge Eingeborenen-Künstler. Im vergangenen Jahr gewann Gulumbu Yunupingu Australiens bedeutendsten Aborigine-Kunstpreis, jetzt wurde sie durch ihr riesiges Deckengemälde im Museum für Eingeborenen-Kunst weltberühmt.
"Ich vertrete in Paris ganz Australien. Mein Gemälde wird dort im Museum bis in alle Ewigkeit hängen. Selbst meine Urenkel werden es sich ansehen können. Darauf sind mein Volk und ich sehr stolz."
Stammeskunst ist meist nur das Vermächtnis bereits ausgestorbener Kulturen. Die Kunst der australischen Aborigines aber hat überlebt und lebt weiter. Im Museum für ethnische Kunst in Paris wie auf Baumrinden, Fels- oder Leinwänden im Outback Australiens. Gulumbu Yunupingus Sternenhimmel über dem Arnhem Land funkelt in beiden Welten. Und das ist nun wirklich eine Kunst.
Erst vor sechs Jahren zur Malerei gekommen, gilt die 60-jährige Aborigine heute als die angesehenste, zeitgenössische Ureinwohner-Künstlerin Australiens. Ihr bedeutendstes Werk aber ist nicht in ihrer Heimat zu sehen, sondern am anderen Ende der Welt: Im Museum für Eingeborenen-Kunst in Paris, das im Juni feierlich eröffnet wurde. Vor tiefschwarzem Hintergrund bringt Yunupingu auf einem 250 Quadratmeter großen Gemälde die erdigen Ockerfarben ihrer Heimat zum Leuchten: Lehmige Gelb-Töne, kalkweiß und ein rostfarbenes dunkelrot. Damit verwandelt Yunupingu die Decke der Pariser Museums-Bücherei in eine klare Sternennacht über Nordaustralien. 20.000 Kilometer weit weg von Arnhem Land.
"Ich will mit meinen Gemälden alle Menschen zusammenbringen und miteinander aussöhnen. Egal wie verschieden wir sind oder welche Hautfarbe wir haben. Überall auf der Welt können die Menschen die Sterne sehen. Das vereint uns. Wir sind eins im Universum."
Gulumbu Yunupingu glaubt, dass die Sterne den Menschen Geschichten erzählen. Sie bräuchten nur zuzuhören. So wie sie ihrem Vater. Mungurruwuy Yunupingu ist Ende der 50er Jahre der erste Aborigine-Maler dessen Werke in international renommierten Galerien und Museen ausgestellt werden. Gulumbu wächst in einer Künstler-Familie auf.
Gulumbus Bruder Mandawuy gründet in den 80er Jahren die Ethno-Rockband Yothu Yindi und tourt durch die ganze Welt. Sie aber bleibt in Nordaustralien. Als Kind von weißen Missionaren unterrichtet, übersetzt Gulumbu die Bibel in Gumatj, den Dialekt ihres Stammes. Sie heiratet, bekommt vier Kinder und hilft mit "Garma" aus der Taufe zu heben: Australiens größtes Ureinwohner-Festival, das einmal im Jahr die Kultur der Aborigines feiert.
Vor sechs Jahren hat Gulumbu Yunupingu einen Traum. Darin paddeln drei Schwestern ihres Aborigine-Stammes in Kanus bis hinauf zu den Sternen. Inspiriert kramt Gulumbu die Malwerkzeuge ihres verstorbenen Vaters hervor und beginnt drei hohle, etwa mannshohe Baumstämme zu bemalen. Früher hatte sie oft geholfen, natürliche Ockerfarben zu mischen und sie auf Rinden oder Didgeridoos aufzutragen. Jetzt aber tritt Gulumbu Yunupingu das Erbe ihres Vaters an. Ein Nachwuchstalent mit 54 Jahren.
"Wenn ich male wie schon unsere Urahnen gemalt haben, dann bin ich mit der Welt zufrieden. Denn ich weiß auch, dass ich damit meine Familie und meinem Volk helfen kann. Vor allem all denen, die keine Arbeit oder kein Geld haben."
Ob traditionelle Tupfengemälde oder zeitgenössische Ureinwohner-Kunst: Yunupingus Arbeiten werden als Sensation gefeiert. Bei Auktionen erzielen ihre Werke Höchstpreise. Mit dem Erlös unterstützt sie ihren Stamm und junge Eingeborenen-Künstler. Im vergangenen Jahr gewann Gulumbu Yunupingu Australiens bedeutendsten Aborigine-Kunstpreis, jetzt wurde sie durch ihr riesiges Deckengemälde im Museum für Eingeborenen-Kunst weltberühmt.
"Ich vertrete in Paris ganz Australien. Mein Gemälde wird dort im Museum bis in alle Ewigkeit hängen. Selbst meine Urenkel werden es sich ansehen können. Darauf sind mein Volk und ich sehr stolz."
Stammeskunst ist meist nur das Vermächtnis bereits ausgestorbener Kulturen. Die Kunst der australischen Aborigines aber hat überlebt und lebt weiter. Im Museum für ethnische Kunst in Paris wie auf Baumrinden, Fels- oder Leinwänden im Outback Australiens. Gulumbu Yunupingus Sternenhimmel über dem Arnhem Land funkelt in beiden Welten. Und das ist nun wirklich eine Kunst.