Der Steidl Verlag verlässt das vorläufige Insolvenzverfahren

Der renommierte Göttinger Steidl Verlag hat das vorläufige Insolvenzverfahren verlassen. Das Amtsgericht Göttingen hatte das Verfahren vor drei Wochen wegen unbezahlter Rechnungen eröffnet. - Jetzt teilte es mit, dass alle offenen Forderungen beglichen worden sind. Nach Angaben von Verlagschef Gerhard Steidl ging es laut Deutscher Presseagentur bei dem vorläufigen Insolvenzverfahren um Mahnbescheide von zwei Krankenversicherungen "über relativ kleine Beträge". Der Steidl Verlag war in der Vergangenheit unter anderem dafür bekannt, dass er seit 1993 die weltweiten Rechte am Werk von Günter Grass hielt. Die Günter und Ute Grass Stiftung hat die Zusammenarbeit aber beendet - laut einer Sprecherin, weil sich der Verlag wiederholt im Zahlungsrückstand befunden hat.