Der Romancier und Theaterautor Thomas Melle erhält den Kleist-Preis 2026

Der Kleist-Preis des Jahres 2026 geht an den Romancier und Theaterautor Thomas Melle. Niemandem unter den deutschsprachigen Gegenwartsautoren sei es wie Melle gelungen, dem gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts einen so realistischen wie kunstvoll gearbeiteten Spiegel vorzuhalten, schreibt der Verleger Heinrich von Berenberg zur Begründung. Wer in diesen Spiegel blicke, wer diesen Autor lese, dessen Leben werde verändert, und mehr könne Literatur eigentlich nicht tun. Besonders bekannt wurde Thomas Melle mit dem Roman "Die Welt im Rücken" (2016), in dem er sich mit seiner eigenen Krankheit auseinandersetzt. Das zugehörige Theaterstück ist in einer Fassung des Schauspiels Stuttgart zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen. Darüber hinaus teilte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft mit, dass die Dotierung des Preises anlässlich des bevorstehenden Jubiläumsjahres zu Kleists 250. Geburtstag 2027 deutlich erhöht wird. Somit beträgt das Preisgeld 2026 zum ersten Mal 30.000 Euro. Der Kleist-Preis wird seit den 1990er Jahren verliehen und von der Verlagsgruppe Holtzbrinck, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kultur der Länder Berlin und Brandenburg gestiftet. Die diesjährige Verleihung findet am 22. November in Berlin statt.