Der RBB soll einen Übergangsintendanten bekommen

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg soll für maximal ein Jahr einen Interimsintendanten bekommen. Darauf habe sich der Rundfunkrat des Senders verständigt, sagte der amtierende Vorsitzende des Kontrollgremiums, Pienkny, heute in Berlin nach einer Sondersitzung des Gremiums. Der Sender betritt damit rechtliches Neuland. Das Gremium stützt sich auf eine Einschätzung der Brandenburger Staatskanzlei, die zurzeit die Rechtsaufsicht über den Sender hat. Demnach könne ein Kandidat oder eine Kandidatin ohne Ausschreibung gesucht werden. Allerdings dürfe die Amtszeit dieses Interims-Intendanten nur bis zur ordentlichen Wahl eines neuen Intendanten dauern. Dieses Verfahren wiederum dürfe nicht länger als ein Jahr dauern, heißt es in einem Schreiben der Brandenburger Staatskanzlei, das dem RBB vorliegt. Die bisherige Intendantin Patricia Schlesinger war im Zuge von Vorwürfen der Vetternwirtschaft, Vorteilsnahme und Verschwendung Anfang August zurückgetreten.