Der Protest beim französischen Grasset-Verlag weitet sich aus

    Der Hauptsitz des Verlags Grasset in Paris: ein weißes Gebäude mit Schaufenster, in dem Bücher stehen.
    Seit Wochen ist der Verlag Grasset in der Rue des Saints-Pères in Paris in den Schlagzeilen. © imago / opale.photo / Olivier Dion
    Der Protest beim französischen Grasset-Verlag weitet sich aus. Bereits Mitte April hatten rund 200 französische Autorinnen und Autoren dem Verlagshaus den Rücken gekehrt. Nun kündigten auch ausländische Schriftsteller an, dass sie den Traditionsverlag verlassen wollen. Grund ist die Einflussnahme des neuen rechts-nationalen Eigentümers, Vincent Bolloré. In einem Text schreiben die Unterzeichner, dass sie ihre Arbeit nicht politisch instrumementalisieren lassen wollten. Eine grenzüberschreitend agierende Rechte müsse auch grenzüberschreitend bekämpft werden. Die Proteste hatten begonnen, nachdem Bolloré den langjährigen Verleger Olivier Norá entlassen hatte.