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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 18.03.2010

Der pädagogische Eros

Reformpädagogik auf dem Irrweg?

Von Hans-Jürgen Heinrichs

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Mit den Missbrauchsvorwürfen gegenüber Gerold Becker, Ex-Schulleiter der Odenwaldschule und bekannter Reformpädagoge, gerät auch die Reformpädagogik unter Generalverdacht. (AP)
Mit den Missbrauchsvorwürfen gegenüber Gerold Becker, Ex-Schulleiter der Odenwaldschule und bekannter Reformpädagoge, gerät auch die Reformpädagogik unter Generalverdacht. (AP)

Freundschaft, Zuneigung, Nähe wurden bisher mit dem Begriff vom "pädagogischen Eros" assoziiert, der in der griechischen Antike entstand und in der Reformpädagogik zu einer zentralen Metapher avancierte. Mit den Enthüllungen über den sexuellen Missbrauch in Internaten und Schulen hat sich der Assoziationsraum radikal verändert. Nun gilt der pädagogische Eros als Einstieg in die verwerflichen Praktiken der Pädophilie.

Was aber nottut ist, den Opfern wie der Jugend insgesamt Gerechtigkeit und Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Die Reformpädagogik und ihre Institutionen stehen auf dem Prüfstand. Die Sendung geht den Erosionen der letzten Tage nach und sucht nach Orientierungen hinter den aktuellen Erregungswellen.


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