Der malische Musiker Salif Keita sagt alle Konzerte in Südafrika ab

Aus Protest gegen fremdenfeindliche Gewalt in Südafrika hat der malische Musiker Salif Keita seine Konzerte in dem Land abgesagt. Er treffe die Entscheidung "schweren Herzens", teilte der international bekannte Sänger und Songschreiber auf Facebook mit. Doch er könne das nicht ignorieren. Diese Gewalt stehe nicht für das Südafrika, das er kenne und das Nelson Mandela aufgebaut habe, schrieb Keita mit Bezug auf den früheren südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger. Der 76-jährige Keita ist einer der bekanntesten und einflussreichsten afrikanischen Musiker. In seinen Song verschmilzt er traditionelle afrikanische Elemente mit modernen Stilformen des Pop und Jazz. Die fremdenfeindlichen Proteste richten sich vor allem gegen Migranten aus Malawi, Mosambik und Simbabwe. Nach Angaben der südafrikanischen Behörden kamen mindestens vier Menschen ums Leben.