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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 09.12.2010

Der letzte Kinderarzt von Köln-Chorweiler

Ärzteflucht aus Problemvierteln

Von Andrea Steinert

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Immer mehr Ärzte verlassen mit ihren Praxen die Problemviertel in Großstädten. (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
Immer mehr Ärzte verlassen mit ihren Praxen die Problemviertel in Großstädten. (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Über 2.000 Kinder kommen jedes Quartal in die Praxis von Detlev Geiß. Er ist der letzte in Köln-Chorweiler verbliebene Kinderarzt. Alle anderen Kollegen haben den sozialen Brennpunkt im Kölner Norden verlassen, um sich in besseren Vierteln niederzulassen.

"Denen ging es nicht darum, reich zu werden", verteidigt Detlev Geiß seine Kollegen. "Die konnten ihre Praxen einfach nicht mehr halten. Uns fehlen die Privatpatienten." Die Situation in Köln-Chorweiler ist dabei kein Einzelfall. Auch aus anderen Problemvierteln ziehen sich Ärzte zurück.

Die neue NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat nun angekündigt, die Versorgungslage im Land umfassend zu ermitteln. Der Länderreport fragt nach den genauen Gründen für die Misere, sucht Verantwortliche und diskutiert mögliche Lösungen.

Das Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat.

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