Der Komponist Rolf Riehm ist tot

    Auf dem schwarz/weiß Bild schaut ein grauhaariger Mann mit einer Brille in der Hand lächelnd zur Seite.
    Er gal als politischer Musiker: Der Komponist Rolf Riehm. © Rolf Riehm
    Der gebürtige Saarländer Rolf Riehm war einer der großen Komponisten des Bundeslandes, lebte und arbeitete aber in Frankfurt am Main. Wie erst heute bekannt wurde, starb Riehm am 3. Januar im Alter von 88 Jahren. Unter anderen berichtete der Saarländische Rundfunk. Im Laufe seiner Karriere schrieb der studierte Oboist Werke für große Orchester, Ensembles oder einzelne Instrumente. Zuletzt wurde 2017 sein Werk „Die Tode des Orpheus“ von der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken uraufgeführt. Riehm galt als politischer Musiker. Mit dem Ensemble „Sogenanntes linksradikales Blasorchester“ spielte er in den 1970er auf Demonstrationen gegen die Pershing-Stationierung, in Gorleben oder bei „Rock gegen Rechts“. Die Musik hatte Riehm teils selbst geschrieben. Von 1974 bis 2000 hatte er eine Professur für Komposition und Tonsatz an der Musikhochschule Frankfurt inne. Seit 2010 war er Mitglied in der Akademie der Künste in Berlin.