Der Karnevalswagenbauer Jacques Tilly will Russlands Präsident Putin weiter als Motiv verarbeiten

Der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly hat nach dem in Russland gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren angekündigt, an seiner kremlkritischen Arbeit festzuhalten. Er verstehe die Anklage als Ermutigung, dass seine Arbeit Sinn ergebe und denjenigen weh tue, die gemeint seien, sagte Tilly im Deutschlandfunk. Der russische Despot Putin werde jetzt erst recht auch Motiv seiner nächsten Arbeit werden. Die Vorwürfe gegen ihn bezeichnete Tilly als absurd. Die russische Justiz hatte vor einer Woche ein Strafverfahren wegen Verunglimpfung der Armee eingeleitet, weil im diesjährigen Rosenmontagszug in Düsseldorf ein Wagen von Tilly mit der Aufschrift "Hitler-Stalin-Pakt 2.0" zu sehen war, siehe Bild oben. Mehrere Politiker, darunter der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wüst, riefen zur Solidarität mit dem Künstler auf.