Der Fotograf und indische Chronist Raghu Rai ist tot

    Eine Nikon-Kamera liegt auf dem aufgebahrten Körper des Toten, von dem nur ein weißes Tuch zu sehen ist und Blumen rund um die Kamera
    Auch bei der Beerdigung des indischen Fotografen Raghu Rai war eine Kamera dabei © picture alliance / Sipa USA / Hindustan Times
    Raghu Rai gehörte zu den einflussreichsten Fotografen Indiens - wie bekannt wurde, starb er am Sonntag im Alter von 83 Jahren. Rais Bilder gelten als Chronik des modernen Indiens seit den 1950er Jahren, sowohl politisch als auch gesellschaftlich. Besonders bekannt wurden seine Aufnahmen des Bhopalunglücks von 1984 - einer Chemiekatastrophe mit tausenden Toten. Außerdem machte er intime Porträts von Persönlichkeiten wie Mutter Teresa oder dem Dalai Lama. In seiner Karriere wurde Rai häufig ausgezeichnet und stellte seine Werke in London, Paris, New York, Tokyo und Hamburg aus. Er veröffentlichte Foto-Essays in Zeitungen und fast 20 Bücher mit seinen Bildern, außerdem war er drei Mal in der Jury für das "World Press Photo".