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Interpretationen / Archiv | Beitrag vom 20.01.2019

Der Dirigent Claudio Abbado und sein diskographisches Erbe"Ascolta!" – "Hört zu!"

Gast: Sid McLauchlan, Tonmeister; Moderation: Eckhard Roelcke

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Der Dirigent Claudio Abbado (1933-2014) (dpa / picture alliance / Hermann Wöstmann)
Jeder Klang kommt aus der Stille: Der Dirigent Claudio Abbado (1933-2014), hier 1997 in Köln. (dpa / picture alliance / Hermann Wöstmann)

Vor fünf Jahren ist der Dirigent Claudio Abbado in Bologna gestorben. Der Italiener war vielseitig interessiert, sein diskographisches Erbe ist umfangreich.

Die Konzerte, die Claudio Abbado dirigiert hat, waren nicht selten Sternstunden, die Schallplatten-Aufnahmen, die er hinterlassen hat, haben Maßstäbe gesetzt. Sein Repertoire reichte von der Barockmusik bis zur Moderne. Mehrere hundert Aufnahmen hat er gemacht, mit unterschiedlichen Orchestern, unterschiedlichen Plattenfirmen.

Hier geht es zur Playlist der Sendung.

Vom Musikverein zur Philharmonie

Der Tonmeister Sid McLauchlan hat oft und eng mit Abbado zusammengearbeitet. Im Gespräch mit Eckhard Roelcke erzählt er, wie er den Dirigenten bei der Probenarbeit, im Konzert und im Studio erlebt hat; welche Ideen ihn angetrieben haben; wie er die Musiker inspiriert hat.

Der italienische Dirigent Claudio Abbado bei der Eröffnung des Luzerner Festivals 2007 (picture-alliance / dpa/Eddy Risch)Hört auf die anderen! Claudio Abbado 2007 in Luzern. (picture-alliance / dpa/Eddy Risch)

Am Beispiel der 3. und 7. Sinfonie von Beethoven wird hörbar, wie unterschiedlich Abbado diese Werke mit den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern interpretiert hat. Welchen Einfluss hatte die Akustik der Säle in Wien und Berlin auf seine Interpretation?

Von Mozart zu Nono

Zu Abbados diskographischem Erbe gehören auch die Aufnahmen, in denen er Solisten kongenial begleitet (u.a. Martha Argerich, Maurizio Pollini); die Opern- und Musiktheater-Interpretationen (u.a. Mozart, Janacek, Mussorgskij, selbstverständlich Verdi und Rossini, Berg und Nono); und auch seine Einspielungen mit dem Chamber Orchestra of Europe, dem Lucerne Festival Orchestra und dem Orchestra Mozart in Bologna.

Das Parkett des Wiener Musikvereins mit leeren Sitzreihen. Der Wiener Musikverein (beziehungsweise das Haus des Wiener Musikvereins) ist ein traditionsreiches Konzerthaus in Wien. In diesem Haus befindet sich der berühmte Große (Goldene) Musikvereinssaal, der als einer der schönsten und akustisch besten Säle der Welt gilt. Der Musikverein befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt in der Bösendorferstraße (dpa/Markus C. Hurek)Der Raum musiziert mit: Blick in den Wiener Musikverein, der als einer der besten Konzertsäle gilt. (dpa/Markus C. Hurek)

"Ascolta!" – "Hört zu!": Mit diesem Zuruf forderte Abbado während der Proben die Instrumentalisten immer wieder zum gemeinsamen Musizieren auf. Sie sollten nicht einfach nur seine Anweisungen ausführen. Er wollte, dass sie einander zuhören und die Musik und die Interpretation begreifen.

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