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Tonart | Beitrag vom 15.03.2019

Der Apparat mit neuem Album "LP5"Blick zurück nach vorne

Sascha Ring im Gespräch mit Andreas Müller

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Der Musiker Sascha Ring, aka Apparat, trägt Bart und schaut leicht abwesend zur Seite. (Foto: Franz Grünewald)
Der Apparat alias Sascha Ring hat mit "LP5" ein neues Album herausgebracht. (Foto: Franz Grünewald)

Der Apparat alias Sascha Ring, prägende Gestalt der Elektromusik-Szene, hat ein neue Album herausgebracht. "LP5" ist vergleichsweise still und intim. Im Gespräch erzählt Ring, warum es Zeit für eine Entschleunigung war.

Seit fast zwei Jahrzehnten gehört Sascha Ring zu den prägenden Protagonisten der elektronischen Musik in Deutschland. Unter dem Namen Apparat hat er wie nur wenige andere die Verschränkung zwischen programmierten Klängen und analogen Instrumenten erkundet und variiert. Mit dem Projekt "Moderat", zusammen mit Gernot Bronsert und Sebastian Szary alias Modeselektor, wurde er zum Pop-Star.

Jetzt hat er sein neues Album "LP 5" veröffentlicht – eine Art "back to the roots" was das Kürzel LP für Langspielplatte schon andeutet. Die Tracks wirken oft fragil, es gibt auch viel Stille auf der Platte. War das nötig, nach den Jahren mit "Moderat", der Aufregung und dem Lärm? 

"Auf der einen Seite gab es bei mir das Bedürfnis, jetzt mal wieder so eine kleine, intime Platte zu machen – und das ist ja eher so ein bisschen eine zurückgewandte Einstellung, denn meine Musik ist ja eher epischer geworden , mit der Zeit – manchmal etwas mehr als mir lieb war", sagt Sascha Ring. "Jetzt ist eher ‚Moderat‘ die Bühne für die große Geste. Und Apparat kann ich davon etwas entlasten.

Pionier der Symbiose aus Elektro und analog

Ring hat in seiner Musik früh analoge Instrumente mit Elektronik verbunden, darin gilt er als Pionier. Auch auf seiner neuen Platte ist das so. Wie schwierig ist das eigentlich - beziehungsweise, wie geht das zusammen? Wichtig ist für den Musiker: Es müsse natürlich daherkommen und auch so klingen. "Genau das ist das Problem. Ganz oft ist das ja so – nicht nur bei Musik, sondern bei allem möglichen, selbst bei einem Zahnarzt muss nachher die Plombe so aussehen, als wäre sie, ganz easy, ein Teil des Zahns. Und so ist es bei einem Song auch."

(mkn)

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