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Neue Musik | Beitrag vom 21.11.2019

Der amerikanische Minimalist Tom JohnsonCounting Keys

Von Hubert Steins

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Zahlenreihen lösen sich in einem hellroten Lichtfeld auf (imago / Science Photo Library)
Zahlenreihen lösen sich in einem Lichtfeld auf (Computergrafik) (imago / Science Photo Library)

Tom Johnson liebt Zahlenspiele. Klanglich eher asketisch, verkörpert seine Musik opulenteste Permutations-Akrobatik. Dabei gilt der Amerikaner als einer der wichtigsten Vertreter der Minimal Music.

Tom Johnson bei der Uraufführung von "Deep Rhythms" am 27. April 2019 Im Rahmen der Buchvorstellung von "Finding Music" (MusikTexte) im Kölner Loft (Gisela Gronemeyer)Tom Johnson bei der Uraufführung von "Deep Rhythms" am 27. April 2019 Im Rahmen der Buchvorstellung von "Finding Music" (MusikTexte) im Kölner Loft (Gisela Gronemeyer)

Der amerikanische, heute in Paris lebende Komponist Tom Johnson, hat die Neue Musik Szene jahrelang als Musikkritiker der New Yorker Village Voice begleitet. Mit 40 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft, das Zählen, und komponierte fortan fast nur noch Musik, die mit logischen und vorhersehbaren Sequenzen operierte.

Logisch und voraussagbar

Obwohl Johnson mit experimentellen Mitteln arbeitet und mit Hilfe mathematischer Prozeduren Stücke entwirft, gibt er die individuelle ästhetische Erfahrung nicht aus der Hand. Immer achtet er auf die Durchschaubarkeit seiner offen zutage liegenden Regelstrukturen, deren Reiz darin liegt, dass diese Art Arbeit mit deduktiven Prozessen immer verschiedene Lesarten ermöglicht.

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